Linzer "Flaggschiff" Ars Electronica will sich vergrößern

23. Mai 2005, 13:03
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"Sehr ernsthafte" Planungen für Aufgabenerweiterung und räumliche Vergrößerung

Linz - Bei der Ars Electronica gibt es derzeit "sehr ernsthafte" Planungen für Möglichkeiten einer Erweiterung ihrer Aufgaben und einer baulichen Vergrößerung des Ars Electronica Centers (AEC), die mit dem Linzer Kulturhauptstadtjahr 2009 verwirklicht sein sollen. Dies sagte Ars Electronica-Leiter Gerfried Stocker im Gespräch mit der APA. Das Kulturhauptstadtjahr sei ein Motivationsfaktor, über Investitionen in das Linzer "Flaggschiff" Ars Electronica nachzudenken. Über den Planungsstatus hinaus sei jedoch noch nichts entschieden.

Überlegungen "Profil des Hauses zu erweitern"

Das AEC werde im Jahr 2009 15 Jahre alt sein. Dessen räumliche Verhältnisse seien "die ideale Größe, wenn wir weiter Ausstellungen machen, die zum Thema Medienkultur informieren und inspirieren sollen." Jedoch werde überlegt, das Profil des Hauses zu erweitern und "andere gesellschaftsprägende Technologien und Wissenschaften in die Betrachtung mit einzubeziehen" sowie das Vermittlungsangebot zu intensivieren, so Stocker. Auch im "Hardcorebereich von Wissenschaft und Technologie" könnte das AEC vermehrt Aufgaben übernehmen, die in Richtung eines "Science Centers" gehen könnten. "Wenn all das gemacht werden soll, braucht es räumliche Erweiterungen."

Präsenz der Ars Electronica im Linzer Stadtbild

Ergänzend dazu will Stocker auch die Präsenz der Ars Electronica im Linzer Stadtbild erhöhen sowie gänzlich "neue Formen der Infrastruktur schaffen". Das Kulturhauptstadt-Jahr sei für die Schaffung von Infrastruktur "immer eine gute Möglichkeit. Da werden dann Opernhäuser und ähnliches gebaut. Linz hat das alles schon." Jedoch könnte die "Hauptstadt der Medienkultur, wie sich Linz gerne positioniert", etwa im Bereich von Hotspots (öffentliche Zugangspunkte mit drahtlosem Internetzugang) neue Wege gehen.

Wireless Lan flächendeckend

Eine mögliche Aufgabe wäre, die "klassische Infrastruktur der Kultur in die modernen Informationsmedien" zu übertragen. "Wenn man in einer Stadt die öffentlichen Räume flächendeckend mit Wireless Lan bespielt, was kann das in der Kommunikationsstruktur der Menschen ändern?", so Stocker. "Kann man so einen Hotspot zu einem Musikclub, zu einer Galerie, zu einer Bücherei umfunktionieren?"

Bei der Politik habe man offene Ohren für die neuen Konzepte vorgefunden, so Stocker. Jedoch sei noch keine Entscheidung getroffen worden. "Wir sind mit Planungsaufgaben betraut worden, aber es gibt noch nichts Verbindliches." (APA)

  • Artikelbild
    foto: ars electronica/pascal maresch
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