Junge Lipizzaner brechen zur Sommerfrische auf die Alm auf

26. Mai 2005, 21:00
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52 Junghengste ab 25. Mai auf der Stubalm - Stuten "urlauben" auf der Brendlalm

Es ist wieder soweit: Die jungen Lipizzaner des Bundesgestüts Piber treten ihre Sommerfrische auf der Alm an, ehe für einige der Tiere der Ernst des Lebens beginnt. Am 25. Mai verabschieden sich die 52 Junghengste auf die 20 Kilometer entfernte Stubalm. Eine knappe Woche später beginnen für die Stuten die Ferien auf der Brendlalm. Bis in die zweite Septemberwoche dürfen sich die ein bis drei Jahre alten Tiere in den Bergen austoben.

Die meiste Zeit ihrer Sommerfrische verbringen die Jungtiere mit dem täglichen Weidegang auf den kräuterreichen Hochalmen, erklärt Gestütsleiter Alfred Pischler: "Gerade während dieser Zeit entwickelt sich die Muskulatur besonders gut und der Sehnenapparat wird gestärkt". Die frische Alpenluft härtet die Pferde ab und das steile und steinige Gelände trägt dazu bei, dass sie ausdauernd und trittsicher werden.

Jeweils zwei Betreuer

Jeweils zwei Betreuer sind auf der Alm für das Wohl der Tiere verantwortlich. Und obwohl die Lipizzaner in einem Laufstall mit Heu und Hafer versorgt werden, beziehen sie den größten Teil ihres Futterbedarfes aus den saftigen Almweiden, so Pischler.

"Wenn die Pferde in der zweiten Septemberwoche aus ihrem Urlaub zurückkehren, wird es für die dreieinhalbjährigen Junghengste ernst", weiß der Gestütsleiter. Bei der Musterung Anfang Oktober wird entschieden, welches der edlen Tiere zur Ausbildung in die Spanische Hofreitschule darf. Fünf bis sechs der jungen Wilden schaffen es so weit. Von den Stuten werden acht bis zehn zur Leistungsprüfung zugelassen, um nach positivem Abschluss in die Herde der Zuchtstuten aufgenommen zu werden. Die restlichen Jungtiere werden weltweit zum Verkauf angeboten.

Zur Zeit befinden sich 312 Lipizzaner im Gestüt. Der älteste Hengst ist übrigens der 28-jährige "Neapolitano Kitty", der nach erfolgreicher Karriere in der Spanischen Hofreitschule seinen Ruhestand genießt. "Serena" ist die älteste Vertreterin des weiblichen Geschlechts und mit 24 Jahren nach wie vor in Piber im Zuchteinsatz. (APA)

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