Mathematik zum Anfassen

23. Mai 2005, 12:33
posten

Ein frühes Beispiel von E-Learning in Österreich

Wozu Mathematik, fragen sich viele Schüler seit Jahren - und wenn sie dann doch dahinter kommen, dass es sich hier um eine Basiswissenschaft handelt, und das Fach sogar für ein Studium wählen, stoßen sie auf eine traditionelle Form der Vermittlung. Und scheitern möglicherweise daran, weil die Inhalte sehr abstrakt dargeboten werden.

Das Institut für Wissensbasierte Mathematische Systeme der Linzer Kepler-Universität (ansässig im Softwarepark Hagenberg) hat deshalb bereits Ende der Neunzigerjahre gemeinsam mit dem Ars Electronica Center, dem ORF, der Uni Software Plus GmbH, der britischen Wolfram Research und dem Zentrum für Fernstudien das Projekt Immense auf die Beine gestellt, ein viel sagendes Akronym für "Interactive Multimedia Mathematics Education in Networked Universities for Social and Economic Sciences". Dabei wurde ein System interaktiver, multimedialer Lernmittel aufgebaut, das von der Vorlesung bis zum Selbststudium integriert werden kann.

MeetMATH@Business&Economy wurde das Ergebnis genannt. Die einzelnen Lerneinheiten eines Kurses sind in die Kategorien MathWorld und RealWorld unterteilt und erlauben den Zugang zu mathematischen Themen über praxisrelevante Problemstellungen. Filme, interaktive Experimente und Animationen erleichtern und unterstützen den Erwerb von Einsichten in mathematische Konzepte. MeetMATH wurde im Wintersemester 2001/2002 in die Ausbildung von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften an der Kepler-Universität integriert. (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23. 5. 2005)

Share if you care.