Hernalser VP eröffnet Wahlkampf

23. Mai 2005, 11:23
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DNA-Analyse gegen Hundstrümmerln gefordert - Bezirksparteichef für "genetischen Pfotenabdruck"

Wien - Die ÖVP in Wien-Hernals will der Hundekotproblematik in der Bundeshauptstadt mit einem radikalen Vorschlag Herr werden. Bezirksparteichef Manfred Juraczka sprach sich am Montag per Aussendung dafür aus, allen Hunden in Wien eine Speichelprobe zur DNA-Analyse abzunehmen, um illegal zurückgelassene Fäkalien per "genetischem Pfotenabdruck" dem jeweiligen Tier zuordnen zu können.

In der VP-Landespartei bestätigte eine über den Vorschlag hörbar unglückliche Sprecherin die Authentizität der Aussendung. Juraczka selbst beteuerte, dass er seine Forderung durchaus ernst meine: "Es ist ein zugegeben radikaler Ansatz, um dem Thema Herr zu werden." Derzeit sei die "Urheberschaft der tierischen Tretminen" nur nachweisbar, wenn Hund und Halter auf frischer Tat ertappt würden, klagte er. Mit dem "genetischen Pfotenabdruck" könnte sich das seiner Ansicht nach ändern.

Kosten pro Test: 75 Euro

In der deutschen Stadt Dresden wird laut Juraczka bereits über ein solches Modell nachgedacht. Ein Labor beziffere dort die Kosten pro durchgeführtem DNA-Test mit rund 75 Euro. "Diese Kosten hätte natürlich der dadurch ermittelte Hundehalter zu tragen. Und darüber hinaus eine Verwaltungsstrafe nach den bereits derzeit geltenden Bestimmungen", so der ÖVP-Politiker.

"Ich glaube, dass auch die Hundehalter dafür Verständnis haben", betonte Juraczka, schließlich gehe es darum, einige wenige schwarze Schafe nach dem Verursacherprinzip zu bestrafen. Auch Datenschutzbedenken hat der ÖVP-Politiker nicht. Ein "Hundeüberwachungsstaat" sei nicht zu befürchten, meinte er schmunzelnd. (APA)

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