"Schwarzes Wochenende" für Biker auf Österreichs Straßen

24. Mai 2005, 11:27
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Fünf Tote - Seit 2000 verunglückten 536 Motorradfahrer tödlich - Höchste tödliche Unfallrisiko aller Verkehrsteilnehmer

"Schwarzes Wochenende" für die Biker auf Österreichs Straßen: Fünf Todesopfer und zahlreiche Schwerverletzte waren am vergangenen Wochenende zu beklagen. Wie eine aktuelle Untersuchung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigt, sind seit dem Jahr 2000 auf Österreichs Straßen 536 Motorradfahrer ums Leben gekommen. Laut VCÖ trifft diese das höchste tödliche Unfallrisiko aller Verkehrsteilnehmer. Der VCÖ fordert daher eine bessere Fahrausbildung.

"Je schöner das Wetter, umso mehr tödliche Motorradunfälle", so Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut am Montag in einer Presseaussendung. Drei Biker kamen in der Steiermark ums Leben, jeweils ein Toter waren in Salzburg und Niederösterreich zu beklagen.

Die meisten Unfälle in Niederösterreich

"Die meisten tödlichen Unfälle ereignen sich mit 22 Prozent in Niederösterreich, gefolgt von Oberösterreich und der Steiermark mit jeweils 18 Prozent. 94 Prozent der Opfer waren Männer. Im Vorjahr war jedes dritte Todesopfer zwischen 35 und 45 Jahre alt", wusste der VCÖ-Experte nach einem Blick in die Statistik.

Vor allem zu schnelles Tempo in Kurven ist einer der häufigsten Fahrfehler von Motorradfahrern. Auch riskante Überholmanöver enden oft tödlich. Jeder dritte tödliche Biker-Unfall ereignet sich laut VCÖ im Gegenverkehr. "Die Analyse der Unfallursachen zeigt, dass eine Verbesserung der Fahrausbildung dringend nötig ist", forderte Rauh. Der VCÖ legt den Bikern nahe, gerade bei den ersten Ausfahrten im Frühjahr vorsichtiger und langsamer zu fahren. "Generell ist sowohl an Motorradfahrer und Autofahrer zu appellieren, rücksichtsvoller miteinander umzugehen", so der Verkehrsexperte abschließend. (APA)

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