Baby-Boomers krempeln Online-Werbeindustrie um

30. Mai 2005, 10:34
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2007 sollen bereits über 70 Prozent der Senioren online sein

Die kommende Seniorengeneration wird für Online-Werber wesentlich interessanter sein als es die gegenwärtige Altersgruppe 65+ ist. Die Baby-Boomer-Generation, die zwischen 1946 und 1964 geboren ist, verfügt laut einer Studie der Marktforscher von eMarketer über eine Kaufkraft von einer Billion Dollar. Dennoch wurde sie bislang von der Werbeindustrie zum Großteil ignoriert. Die neue Studie von eMarketer prognostiziert einen Umbruch auf dem Onlinemarkt, der auf diese wachsende Altersgruppe in Zukunft eingehen muss. Bis 2007 werden laut der Studie über 71 Prozent der Senioren in den USA Online-User sein.

Nachrutschen

"Während die heutigen Senioren nur mit einer kleinen Gruppe im Internet vertreten sind, wird das für die nächste Seniorengeneration nicht der Fall sein", meint Debra Aho Williamson von eMarketer. Den wesentlichen Unterschied zwischen den Senioren von heute und denen von morgen erklärt sie damit, dass die über 65-Jährigen pensioniert wurden, als das Internet ihre Arbeitsplätze noch nicht erobert hat. Die älteren Erwachsenen hingegen benutzen das Internet heute sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause und werden diese Gewohnheit beibehalten, wenn sie in die nächste Phase ihres Lebens treten.

Benutzung

eMarketer schätzt, dass 2005 rund 33,2 Mio. Menschen im Alter zwischen 50 und 64 in den USA Internetuser sein werden. Diese Zahl ist dreimal so hoch wie bei den über 65-Jährigen. Für die Baby-Boomers spielt das Internet eine wichtige Rolle in ihrem Leben, daher werden sich die Werber dieser Gruppe in Zukunft verstärkt annehmen müssen. Vor allem Finanzdienstleister, das Gesundheitswesen und die Immobilienbranche werden sich auf die Bedürfnisse dieser Gruppe nach Online-Informationen einstellen müssen. (pte)

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