Berater des irakischen Ministerpräsidenten erschossen

24. Mai 2005, 14:15
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Gemeinsam mit Fahrer auf Weg in die Arbeit getötet - Fünf Tote bei Autobombenanschlag im Nordirak

Bagdad/Kirkuk - Bewaffnete Extremisten im Irak haben Ministeriumskreisen zufolge am Montag einen Berater des irakischen Ministerpräsidenten Ibrahim al Jaafari erschossen. Wael al Rubai wurde nach Polizeiangaben am Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Bagdader Stadtviertel Mansur getötet. Die Attentäter eröffneten das Feuer aus zwei Autos heraus auf den Wagen Al Rubais. Dabei kamen er und sein Fahrer ums Leben. Erst am Sonntag war ein weiterer ranghoher Regierungsbeamter, der Generaldirektor des Handelsministeriums, Ali Mussa, bei einem Anschlag getötet worden.

In Samarra versuchten drei Selbstmordattentäter, einen Anschlag auf einen US-Stützpunkt zu verüben. Dabei wurden nach Militärangaben drei Soldaten verletzt. Zwei der Täter zündeten ihre Autobomben am Morgen vor dem Stützpunkt in der Innenstadt. Der dritte näherte sich dem Tatort in einer mit Sprengstoff gefüllten Weste. Er konnte seine Bombe zünden, obwohl Soldaten auf ihn schossen. Außer ihm selbst kam jedoch niemand zu Schaden, wie ein Militärsprecher erklärte.

In den vergangenen Monaten sind mehr als ein Dutzend ranghohe irakische Regierungsmitarbeiter bei Attentaten ums Leben gekommen. Seit der Bildung der irakischen Regierung Ende April ist die Gewalt in dem Golfstaat neu eskaliert: Mehr als 500 Menschen wurden seitdem bei Anschlägen und Angriffen getötet.

Fünf Tote bei Autobombenanschlag im Nordirak

Bei einem Autobombenanschlag auf den Konvoi eines Kurdenvertreters im Nordirak sind am Montag mindestens fünf Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden. Unter den Opfern seien mehrere Begleiter des Kurdenvertreters Mohammed Mahmud Dschigareti von der Patriotischen Union Kurdistans, teilte die Polizei weiter mit. Dschigareti selbst habe den Anschlag in Tus Churmatu südlich von Kirkuk überlebt.(APA/Reuters/AP)

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