Todessprung: Gleitschirm ging nicht auf

23. Mai 2005, 18:58
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Absprung in 500 Metern Höhe

Linz – Ein 22-jähriger Freizeitsportler aus St. Gilgen am Wolfgangsee ist am Samstag im oberösterreichischen St. Lorenz (Bezirk Vöcklabruck) mit einem Gleitschirm aus 500 Meter Höhe in den Tod gesprungen. Der Gleitschirm hatte sich beim Sprung von einer Felswand nicht geöffnet. Das gab die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich am Sonntag bekannt.

Der Salzburger war am Nachmittag auf die 1176 Meter hohe Drachenwand geklettert. Er wollte in 500 Meter Höhe von der nach Norden geneigten Felswand springen. Fünf seiner Freunde hatten ihr Auto bei einem Bauernhof geparkt, um den Absprung zu beobachten. Zuletzt lebend gesehen hat den 22-Jährigen aber die Bäuerin. Sie gab an, der Mann habe vor seinem Todessprung noch gewunken.

Kurz vor 17.00 Uhr sprang der Freizeitsportler in die Tiefe. Die Bäuerin sah, dass sich der Gleitschirm nicht öffnete und der 22-Jährige in den Hochwald unterhalb der Felswand stürzte. Der Gemeindearzt konnte nur mehr den Tod feststellen. Der Gleitschirm wurde beschlagnahmt.

Großes Glück hatte ein 40 Jahre alter Deutscher bei einem Paragleiter-Unfall in Andelsbuch (Vorarlberg). Aufgrund von Luftturbulenzen klappte der Schirm ein, der Mann zog den Rettungsschirm und konnte unverletzt auf einem Baum notlanden. In Kössen am Unterberghorn (Tirol) waren wiederum zwei deutsche Paragleiter in der Luft zusammengestoßen. Einer der Männer wurde unbestimmten Grades verletzt. (red, DER STANDARD Printausgabe, 23.05.2005)

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