Kiew hofft auf die Hilfe Wiens

27. Mai 2005, 14:36
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Neuer ukrainischer Botschafter verlangt EU-Beitrittsperspektive

Wien - Der neue ukrainische Botschafter in Wien, Volodymyr Yelchenko, hofft auf die Unterstützung der österreichischen EU-Präsidentschaft 2006 bei Kiews Annäherung an die Europäische Union. "In diese Richtung wird auch unsere Botschaft wirken", kündigte er am Wochenende in einer Diskussionsveranstaltung der Botschaft in Wien an. Yelchenko überreicht am heutigen Montag Bundespräsident Heinz Fischer sein Beglaubigungsschreiben.

Die Ukraine brauche eine EU-Beitrittsperspektive, betonte der Botschafter: "Wir müssen diese Perspektive hören, das ist sehr wichtig für uns." Ohne eine solche Aussicht würden die Ukrainer die Mühen der Reform nicht auf sich nehmen.

Judith Gebetsroithner aus dem Büro von EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner verteidigte die Zurückhaltung der EU bei der Frage der Beitrittsperspektive. "Unrealistisch" sei jedoch die Vorstellung, dass nach einer Umsetzung des im Februar unterzeichneten Aktionsplans zwischen EU und Ukraine die Vertiefung der Beziehungen nicht weitergehen würde. (DER STANDARD, Printausgabe, 23.05.2005)

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