NÖ: Turbulente Gemeinderatswahl-Wiederholung

23. Mai 2005, 18:46
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Neuerliche Anfechtung des Ergebnisses befürchtet - Bürgermeister Zartl tritt nach zehn Jahren ab

Mistelbach - Einen keineswegs beschaulichen Sonntag haben die 1.225 wahlberechtigten Einwohner der Weinviertler Gemeinde Bockfließ (Bezirk Mistelbach) verbracht. Sie waren nämlich dazu aufgerufen, erneut zu den Urnen zu pilgern, um den Gemeinderat zu wählen. Die beiden wichtigsten Ergebnisse: Die Wahl könnte erneut angefochten werden - und Bürgermeister Ferdinand Zartl (V) tritt nach zehn Jahren ab.

Zartl zieht Konsequenzen

Die Volkspartei hat ein Mandat zurückgewonnen und hält nun - ebenso wie die SPÖ - bei neun. Weiterhin ein Mandat hat die Bürgerliste "Pro Bockfließ (PROB)", die Wahlpartei "Mag. Eva Neuberger" ist - wie schon am 6. März - leer ausgegangen. Dennoch macht diese Gruppierung dem Noch-Bürgermeister am meisten Sorgen: "Frau Neuberger hat schon einmal die Wahl angefochten - und was ich gehört habe, will sie es wieder tun. Dabei sind die Leute in Bockfließ eh schon sauer, weil so oft gewählt wird."

Bis einschließlich 6. Juni besteht nun die Möglichkeit, das Resultat vom heutigen Sonntag zu beeinspruchen. Zartl hofft, dass es nicht dazu kommt: "Wir wollen auf jeden Fall vor der Sommerpause noch die konstituierende Gemeinderatssitzung abhalten, damit endlich wieder gearbeitet werden kann." Er selbst tritt nach zehn Jahren als Bürgermeister ab: "Ich mache sicher nicht weiter. Die ÖVP hat am 6. März zwei Mandate verloren - daraus musste ich die Konsequenzen ziehen." (APA)

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