Helena aus Griechenland trug den Sieg davon

22. Mai 2005, 22:11
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... und während der Song Contest im nächsten Jahr nach Athen weiter zieht, überlegt man in Österreich zu pausieren

Kiew - Mit einem Favoritensieg für Griechenland ist am Wochenende der 50. Eurovision Song Contest zu Ende gegangen. Beim Jubiläumswettbewerb in Kiew gewann die griechische Sängerin Helena Paparizou mit ihrem Popsong "My Number One" in der Nacht zum Sonntag 230 Punkte und holte damit den begehrten Musikpreis zum ersten Mal in ihr Land. In Griechenland wurde ausgiebig bis in die Morgenstunden gefeiert, zum dritten Mal innerhalb von zehn Monaten nach dem überraschenden Sieg bei der Fußball-EM und den Olympischen Spielen 2004. Die österreichische Gruppe "Global Kryner" war bereits im Halbfinale des Song Contest ausgeschieden.

Mit der in Schweden aufgewachsenen Griechin Helena Paparizou gewann den Schlagerwettbewerb die Favoritin, die bereits in den Wetten als Siegerin gehandelt worden war. Sie sang bei ihrer zweiten Teilnahme am Eurovisions-Wettbewerb im kurzen Kleid einen gefälligen Dancepop-Song mit folkloristischen Einlagen. Bereits 2001 hatte sie im Duo Antique mit dem Lied "Die For You" einen dritten Platz beim Eurovision Song Contest erreicht. In Kiew lag sie am Ende mit einem deutlichen Abstand von 38 Punkten souverän an der Spitze der 24 Finalisten.

Zweite wurde die ebenso kräftige wie stimmgewaltige Sängerin Chiara aus Malta, die mit ihrer selbstverfassten Ballade "Angel" auf 192 Punkte kam. Auch sie hatte schon einmal an dem Wettbewerb teilgenommen: 1998 belegte sie in Birmingham mit "The One That I love" den dritten Platz. Der ging am Samstag an Rumänien mit "Let Me Try" von Luminita Anghel bei 158 Punkten. Sie wurde von der Percussion-Band Sistem auf Metall- und Plastikfässern und anderen ungewöhnlichen Schlaginstrumenten begleitet.

Die 7.000 Zuschauer in der Halle des Sportpalasts von Kiew sowie weitere rund 150 Millionen am Fernsehschirm konnten live verfolgen, wie die Gewinnerin aus Griechenland erst den offiziellen Preis der Eurovision aus der Hand von Vorjahressiegerin Ruslana bekam. Der ukrainische Präsident Viktor Jutschtschenko, der ebenso wie Ministerpräsidentin Julia Timoschenko die Show im Publikum verfolgt hatte, überreichte ihr anschließend noch einen zusätzlichen Preis für "ein Lied, das Europa vereint".

Die deutsche Vertreterin Gracia bekam mit "Run and Hide" nur vier Punkte und landete auf dem letzten Platz. Erfolgreicher war Gracias umstrittener Produzent David Brandes mit seinem zweiten in Kiew vertretenen Song: Die Girlband Vanilla Ninja kam mit "Cool Vibes" für die Schweiz auf 128 Punkte und damit einen respektablen achten Platz. Gegen Brandes gibt es Vorwürfe der Chart-Manipulationen für seine beiden Titel.

... soweit das Wichtigste in aller Kürze. Eine ausführliche kommentierte Nachlese finden Sie an dieser Stelle ab Sonntag Abend. (APA/Reuters/red)

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    Helena Paparizou triumphiert.

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