Eder als Chef der Österreichischen Gewerkschaftsjugend wiedergewählt

23. Mai 2005, 14:39
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Kongress fordert Maßnahmen zu Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenmangel

Wien - Mit 82,3 Prozent der Delegiertenstimmen ist Jürgen Eder auf dem 29. Jugendkongress des Österreichische Gewerkschaftsbundes als Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) bestätigt worden, teilte der ÖGB am Samstag in einer Aussendung mit. In den kommenden Jahren will sich Eder nach eigenen Worten weiter für bessere Ausbildungschancen einsetzen: "Es soll wieder jede und jeder einzelne Jugendliche die Ausbildung bekommen, die für sie oder ihn die richtige ist."

Dazu gehöre auch, dass Mädchen und Frauen endlich die gleichen Möglichkeiten eröffnet würden: "Mein Ziel ist, dass es einmal keine typischen Männer- und Frauenberufe mehr gibt, sondern alle aus der gesamten Palette wählen werden", sagte Eder. Der 1979 geborene Betriebsschlosser kommt aus der Gewerkschaft Metall-Textil (GMT) und war bereits seit 2003 ÖGJ-Chef.

Nach Angaben des ÖGB gibt es in Österreich derzeit fast 42.000 Arbeitslose zwischen 15 und 24 Jahren, etwa 16.000 Jugendliche seien auf der Suche nach einer Lehrstelle. Um die Jugendarbeitslosigkeit und den Lehrstellenmangel zu bekämpfen, seien Wirtschaft und Politik gleichermaßen gefragt, sagte Eder.

Die Delegierten beschlossen auf dem Jugendkongress einen Leitantrag zu dem Thema und forderten darin ein Maßnahmenpaket. Der Regierung wird darin vorgeworfen anstatt in die Aus- und Weiterbildung der Jugendlichen zu investieren, Kürzungen im gesamten Bildungsbereich vorgenommen zu haben. Alle diesbezüglichen Maßnahmen der Regierung hätten bisher ausschließlich der Wirtschaft und nicht den Jugendlichen oder der Ausbildungsqualität gedient. (APA)

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