Bush will mit Karzai über "Fortschritte für die Freiheit" sprechen

22. Mai 2005, 19:35
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US-Präsident: Jüngste Erfolge im Kampf gegen Terroristen machten die Welt sicherer

Washington - US-Präsident George W. Bush will bei einem Treffen mit seinem afghanischen Amtskollegen Hamid Karzai am Montag in Washington vor allem über die "bemerkenswerten Fortschritte für die Freiheit" in Afghanistan sprechen. Bush ging in seiner wöchentlichen Radio-Ansprache am Samstag nicht auf die Vorwürfe wegen des angeblichen Foltertodes zweier Afghanen in einem US-Militärgefängnis ein. Der US-Präsident betonte, die USA würden der gewählten Regierung Afghanistans auch in Zukunft helfen, die demokratischen Ziele zu erreichen.

Trotz großer Fortschritte im Kampf gegen den internationalen Terrorismus "stehen uns noch schwierige Tage bevor", sagte Bush. Die jüngsten Erfolge im Kampf gegen die Terroristen hätten die USA und die Welt sicherer gemacht. Die Verbreitung von Freiheit und Demokratie im Nahen und Mittleren Osten nehme den Terroristen ihren Raum. "Wir machen gute Fortschritte, aber wir dürfen nicht selbstgefällig werden", sagte der US-Präsident.

Kaum Fortschritte bei Bekämpfung des Mohnanbaus

Die Bekämpfung des Mohnanbaus und der Heroinproduktion in Afghanistan kommt nach Ansicht der US-Botschaft auch wegen Versäumnissen von Präsident Hamid Karsai nur schleppend voran. Die örtlichen Behörden und die Dorfältesten widersetzten sich dem Stopp des Mohnanbaus, hieß es in einem in der "New York Times" (Sonntagausgabe) veröffentlichten Telegramm der Botschaft an US-Außenministerin Condoleezza Rice.

Die afghanische Regierung und auch Karzai unternähmen jedoch wenig, um dieser Einstellung zu begegnen. Mit der Mohnblume kann Opium hergestellt werden, was wiederum für die Heroinproduktion benötigt wird. Schätzungen zufolge kommen 87 Prozent des in diesem Jahr weltweit verkauften Heroins aus Afghanistan.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums stellte sich hinter Karzai und sagte der Zeitung, die Bekämpfung des Mohnanbaus werde durch schlechtes Wetter, logistische Probleme und politische Widerstände behindert. (APA/dpa)

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