GAK kletterte auf Rang zwei

24. Mai 2005, 18:24
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Plassenegger und Bazina scorten beim 2:1 gegen Wacker für die "Rotjacken" - Standfest vermutlich schwerer verletzt

Graz - Der inzwischen von Rapid entthronte Fußball-Meister GAK hat am Samstag in der 34. Bundesliga-Runde mit einem 2:1-Heimerfolg über Aufsteiger Wacker Tirol die Chancen auf den Vizemeistertitel gewahrt und ist auf Tabellenplatz zwei geklettert. Die Grazer gingen dank Toren des Sturmduos Plassnegger (11.) und Bazina (20.) 2:0 in Führung, ehe Wacker-Regisseur Mader mit einem sehenswerten Schuss ins Kreuzeck einen Treffer aufholte (25.).

Starke Meisterschaftsserie des GAK

Die Grazer sind damit seit zehn Liga-Spielen ungeschlagen. Die letzte Meisterschaftsniederlage für die wiedererstarkten "Rotjacken" datiert vom 19. März, einem 0:1 beim neuen Champion Rapid, dem man am Dienstag auch im Cup-Halbfinale 1:4 unterlegen war.

Doch die Gastgeber schienen die Cup-Pleite gut verdaut zu haben, starteten mit einem neuen 3-5-2-System engagierter in die Partie und wurden dafür früh belohnt. Der überragende Bazina servierte mustergültig für seinen neuen Sturmpartner Plassnegger, der den gesperrten GAK-Goalgetter Kollmann würdig vertrat und aus zwei Metern einnetzte. Für den Ex-Deutschland-Legionär war es das erste Tor in der österreichischen Bundesliga seit genau fünf Jahren und einem Tag. Damals hatte der Allrounder die Austria zu einem 1:0-Erfolg über Ried geschossen.

Mader machte es noch einmal spannend

Die Grazer legten nur neun Minuten später nach: Amerhauser nahm einen weiten Wechselpass von Standfest mit, spielte zurück auf den ungedeckten Bazina und der Kroate ließ Wacker-Tormanntrainer de Vora keine Chance. Der GAK schien alles im Griff zu haben, doch Mader - der auffälligste der sonst in der offensive limitierten Tiroler - gelang praktisch aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Der 22-Jährige nahm sich aus 25 Metern ein Herz und traf genau ins Kreuzeck. Nur acht Minuten später scheiterte er bei einem Volley von knapp außerhalb des Strafraums nur knapp.

Nachdem die zweite Hälfte zwar hart (Aufhauser, Amerhauser bzw. Mimm sahen in der 68. Minute allesamt Gelb), aber weitgehend unspektakulär und mit viel Mittelfeldgeplänkel verlaufen war, setzte der GAK in der Schlussphase noch einmal zu. Sick, Bazina und Aufhauser scheiterten aber allesamt knapp. Ein Wermutstropfen bleibt den Grazern aber trotz Tabellenplatz zwei: ÖFB-Teamspieler Standfest verletzte sich vor der Pause vermutlich schwerer am linken Knie bzw. Sprunggelenk und musste durch Bleidelis ersetzt werden (30.). (APA)

  • Liebherr GAK - FC Wacker Tirol 2:1 (2:1)
    Schwarzenegger-Stadion, 5.736 Zuschauer, SR Brugger.

    Torfolge: 1:0 (11.) Plassnegger, 2:0 (20.) Bazina, 2:1 (25.) Mader

    GAK: Schranz - Ehmann, Tokic, Majstorovic - Standfest (30. Bleidelis), Sick, Muratovic, Aufhauser, Amerhauser - Plassnegger (71. Junuzovic), Bazina

    Tirol: De Vora - Mimm, Schroll, H. Eder, Schrott - Hölzl (58. Seelaus), Mair, Brzeczek, Mader, Windisch (64. Schreter) - H. Aigner (70. B. Akwuegbu)

    Gelbe Karten: Sick, Aufhauser, Amerhauser bzw. Mader, Mimm

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Gernot Plassenegger durfte nacgh fünf Jahren wieder einmal in Österreich jubeln.

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