Laura Bush sieht "Frühjahr der Hoffnung" anbrechen

21. Mai 2005, 19:26
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Jordanischer König Abdullah: "Freiheit lässt sich nicht von außen oktroyieren"

Shouneh - Die First Lady der USA, Laura Bush, sieht im Nahen und Mittleren Osten "ein Frühjahr der Hoffnung" anbrechen. In einer Rede auf einer Regionalkonferenz des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Jordanien erklärte die Ehefrau von Präsident George W. Bush am Samstag, eine Zeit nie da gewesenen Wandels habe Wahlen in Afghanistan, im Irak und in Palästina hervorgebracht. Auch die Entscheidung des kuwaitischen Parlaments, das Frauenwahlrecht einzuführen, habe sie sehr gefreut. "Die Welt ist Zeuge einer neuen Ära, in der Männer und Frauen weltweit immer mehr Freiheiten erlangen."

An der dreitägigen Konferenz am Toten Meer nehmen neben Wirtschaftsführern auch zahlreiche Politiker zum Teil seit Jahrzehnten verfeindeter Staaten teil. Zur Sprache kommen soll auch das Verhältnis der USA zu den Muslimen der Region und die Folgen der Politik von US-Präsident Bush. Zur Eröffnung der Konferenz hatte der jordanische König Abdullah II. am Freitag die Staatenführer der Region aufgerufen, die "Gelegenheit für Reformen" zu ergreifen. Niemals habe es eine größere Chance für Fortschritte gegeben.

"Nie zuvor herrschte so große Einigkeit, dass wir die Zukunft in unseren Händen halten", sagte der haschemitische Monarch. Allerdings könne die Freiheit nicht von außen oktroyiert werden, wie die USA dies anstrebten. "Es ist Aufgabe des gesamten Mittleren Ostens, seinen eigenen positiven Wandel zu schaffen." Der König verwies auf jüngste positive Entwicklungen im Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern und ein Abkommen zwischen Jordanien, Israel und Palästina über ein Wasserprojekt am Toten Meer. "Wir müssen sicherstellen, dass dieses und andere praktische Projekte vom Zeichentisch umgesetzt werden. Und wir müssen alles versuchen, um Frieden in die Region zu bringen." (APA/AP)

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    Laura Bush glaubt an "Frühjahr der Hoffnung"

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