"Coup de Foudre" - ein Klassiker

24. Mai 2005, 15:39
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Isabelle Huppert und Miou-Miou auf Identitätssuche im Frankreich der Nachkriegszeit

Zwei Frauenschicksale im Zweiten Weltkrieg: Die belgische Jüdin Lena ist in einem französischen Internierungslager, kommt aber dank der Heirat mit Michel, Legionär und ebenfalls Jude, frei. Gemeinsam fliehen sie über die Berge nach Italien. Die Kunststudentin Madeleine verliert bei einer Schießerei an der Universität ihre große Liebe Raymond, bricht ihr Studium ab und heiratet schließlich den erfolglosen Schauspieler Costa.

Im Jahre 1952 leben beide Frauen verheiratet in Lyon und begegnen sich anlässlich einer Schulveranstaltung ihrer Kinder. Die daraus entstehende Freundschaft und Liebe wird ihr Leben ändern ...

Diane Kurys französischer Spielfilm "Coup de Foudre" (1983, Original mit englischen Untertiteln) zeigt eine Generation, nachhaltig vom Krieg beeinflusst, zwischen bürgerlicher Enge und Träumen von der materiellen Freiheit. Ein Zeitdokument auch zu Geschlechterrollen, der weiblichen und schlussendlich lesbischen Identitätssuche. (dy)

Vorführung
Samstag, 4. Juni, 16 Uhr, Filmcasino
  • Artikelbild
    foto: identities
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