Lösbare Aufgaben für Österreicher

23. Mai 2005, 19:20
posten

Melzer zum Auftakt gegen Arthurs, Koubek muss gegen Tursunow ran - Meusburger schaffte Qualifikation

Paris - Österreichs Tennisspieler haben durchaus lösbare Erstrunden-Aufgaben für die am Montag beginnenden French Open und am Freitag noch "Verstärkung" aus dem Damen-Lager erhalten: St. Pölten-Finalist Jürgen Melzer trifft zum Auftakt auf den Australier Wayne Arthurs und Stefan Koubek auf den Russen Dmitrij Tursunow. Bei den Damen qualifizierte sich die Vorarlbergerin Yvonne Meusburger erstmals in ihrer Karriere für den Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers.

Negative Bilanz gegen den Australier

"Arthurs ist auf Sand sicher nicht so gefährlich wie auf Rasen oder Hartplatz, aber mit seinem starken Aufschlag kann es immer eng werden", meinte Melzer, der in den einzigen beiden Duellen mit dem Australier beim Daviscup auf Rasen in Sydney in drei und zuvor in Memphis auf Hardcourt in zwei Sätzen (beides 2005) verloren hatte. "Paris ist sicher mein schwerstes Grand-Slam-Turnier, aber ich werde versuchen, so viele Runde wie möglich zu gewinnen."

Im Falle eines Sieges trifft Melzer auf Michail Juschnij (RUS) oder Gilles Muller (LUX), in Runde drei würde eine Begegnung mit einem der großen Favorits, Vorjahrsfinalist Guillermo Coria, winken. "Lieber wäre mir, wenn das später wäre, aber ich kann's eh nicht ändern."

Titelverteidiger könnte auf Koubek warten

Koubek hätte im Falle eines Sieges über Tursunow, der als Nummer 163 trotz Koubeks Pause wegen einer Lungenentzündung sicher kein schlechtes Los ist, schon in Runde zwei einen (zu) schweren Gegner: Titelverteidiger Gaston Gaudio (ARG-5), der zuvor noch gegen Julien Benneteau (FRA) spielen muss. "Das Ziel ist auf alle Fälle, die zweite Runde zu erreichen. Die Chance besteht, auch weil ich gehört habe, dass Tursunow zuletzt auch nicht viel gespielt hat", sagte Koubek. Allerdings trainiert der Kärntner erst selbst wieder seit Mittwoch und ist konditionell nicht auf der Höhe, wie er gesteht.

Der Kärntner fliegt Samstagmittag nach Paris, kann daher dem Finale in St. Pölten nicht beiwohnen. "Meiner Meinung nach hat Jürgen eine sehr gute Chance, weil er schon zwei knappe Partien gewonnen hat."

Meusburger einzige ÖTV-Dame

Und auch im Damenbewerb ist Österreich nun doch vertreten. Meusburger hat mit dem Dreisatz-Erfolg über Alice Canepa (ITA) verhindert, dass es erstmals seit 20 Jahren keine ÖTV-Spielerin im Hauptbewerb der French Open gibt. Fed-Cup-Spielerin "Meuse" wird voraussichtlich am Samstag ihre Erstrunden-Gegnerin erfahren, die Qualifikantinnen werden ja erst zugelost. Ihr drohen Kaliber wie Kim Clijsters oder Daniela Hantuchova, möglich ist aber auch ein Duell mit einer ebenfalls aus der Ausscheidung gekommenen Spielerin. (APA)

Share if you care.