Haubner weist Kritik zurück

20. Mai 2005, 17:35
1 Posting

"Es ist nicht seriös, wenn etwas kritisiert wird, was noch nicht fertig ist"

Wien - Bis Ende Mai will die Sozialministerin Ursula Haubner (B) eine klare Definition für die Schwerarbeiter-Regelung vorlegen. Im Mittagsjournal am Freitag kündigte die Ressortchefin an, dass Experten nicht nur ausarbeiten werden, welche Tätigkeiten unter Schwerarbeit fallen, sondern auch wie Schwerarbeit nachweisbar ist und wie die Abwicklung verwaltungstechnisch möglichst einfach gemacht werden könne. Zur Kritik der Opposition, Schwerarbeit mittels Kalorienverbrauch definieren zu wollen, hielt sie entgegen, dass sich eine derartige Regelung jetzt schon im Nachtschicht- Schwerarbeitergesetz, Artikel sieben, finde.

"Es ist nicht sehr seriös, wenn etwas kritisiert wird, was noch nicht fertig ist", richtete Haubner den Kritikern aus. Die Regelung soll noch heuer beschlossen werden. Haubner stellte auch klar, dass es weiterhin die Möglichkeit der Invaliditätspension geben werde - mit früheren Antrittsalter und einem Abschlag von höchstens 1,5 Prozent pro Jahr. Das andere sei die Schwerarbeiter-Regelung.

Ein Kritiker legte auch am Freitag in einer Aussendung nach: Johann Hable, Vorsitzender der Sektion der Gesundheitsberufe in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), ist erbost darüber, dass nicht von vorne herein das gesamte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal - sondern nur das Personal der Palliativmedizin - in diese Regelung aufgenommen werde. (APA)

Share if you care.