Friesacher: "Wir wollen Jordan schlagen"

22. Mai 2005, 16:03
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Formkurve des Minardi-Rookies zeigt steil nach oben - Lob vom Teamchef: "Patrick hat den Fortschritt eindrucks­voll demonstriert"

Monaco - Die Testpiloten Christian Klien (Red Bull Racing) und Alexander Wurz (McLaren-Mercedes) haben ihren Job erledigt, am Rennwochenende in Monaco ist nun der Kärntner Patrick Friesacher Österreichs einziger Formel-1-Pilot. Und wie die ersten beiden Freien Trainings am Donnerstag deutlich bewiesen haben, zeigt die Formkurve des Minardi-Rookies steil nach oben. Deshalb gab Friesacher auch für Sonntag ein klares Motto aus: "Wir wollen Jordan schlagen, das ist realistisch."

Jordan-Duo verblasen

Am Donnerstag ist dies bereits gelungen, Friesacher ließ das Jordan-Duo Monteiro/Karthikeyan hinter sich und erhielt dafür Sonderlob seines Teamchefs Paul Stoddart. "Patrick hat den Fortschritt und das Potenzial des neuen Minardi PS05 eindrucksvoll demonstriert", freute sich Stoddart, der darauf verwies, dass Friesacher nur zwei Sekunden langsamer als Ferrari-Pilot Rubens Barrichello war. Das optimistische erste Resümee des Minardi-Bosses: "Wir haben das Loch zu unserem Hauptrivalen Jordan geschlossen."

Im Vergleich zu Friesacher fiel Teamkollege Christijan Albers deutlich ab, der Niederländer war knapp drei Sekunden langsamer als der Österreicher, hofft aber am Samstag auf eine "deutliche Steigerung". "Dass ich vor ihm bin, ist sehr wichtig für mich", weiß der 24-Jährige, dass er stets an seinem Teamkollegen gemessen wird. Es spricht also viel dafür, dass Friesacher am Samstag und Sonntag in Monaco im Qualifying-Duell mit Albers auf 4:2 stellen wird.

Die Faszination des Kampfes

Der Wolfsberger macht keinen Hehl daraus, dass er ein echter Monaco-Fan ist. "Es macht mir richtig Spaß hier. Man darf keinen Fehler machen, es gibt keine Auslaufzonen. Die Atmosphäre und das Drumherum gibt zusätzliche Motivation. Monaco ist etwas ganz spezielles." Ganz reibungslos funktioniert der PS05 aber natürlich noch nicht. "Wir haben praktisch keine Downforce, beim Bremsen ist das Auto ziemlich nervös, man muss immer kämpfen und aufpassen und sehr viel korrigieren."

Trotz der guten Darbietung von Friesacher wären WM-Punkte für Minardi wohl ein kleines Formel-1-Wunder. Zum letzten Mal in Monaco gepunktet hat der Underdog aus Faenza 1994 dank Platz sechs des Italieners Michele Alboreto. (APA)

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    Patrik Friesacher im Minardi.

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