Raiffeisen International startet mit Gewinnverdoppelung ins neue Jahr

27. Mai 2005, 17:34
1 Posting

Quartalsüberschuss konnte netto mehr als verdoppelt werden - Ostbanken-Retail stark in Gewinnzone - KMU-Kreditgeschäft wächst

Wien – Mehr als verdoppelt hat die seit 25. April börsenotierte Raiffeisen International Bank Holding AG (RI) im ersten Quartal 2005 ihren Netto-Konzerngewinn. "Wir hatten nicht nur einen gelungenen Börsegang, sondern sind auch sehr gut ins Geschäftsjahr 2005 gestartet", erklärt Raiffeisen International-Vorstandschef Herbert Stepic. Weit über den eigenen Erwartungen läuft das seit einem Jahr profitable breite Privatkundengeschäft ("Retail") der Ost-Banken. Der Gewinn je Aktie im Erstquartal lag bei 74 Cent, im Vorjahresquartal waren es 45 Cent gewesen.

Das Betriebsergebnis der RI stieg bis März um 53,2 Prozent auf 160,9 Mio. Euro. Der Periodenüberschuss vor Steuern ist von 79,1 auf 133,3 Mio. Euro angewachsen – das war ein Plus von fast 69 Prozent. Nach Steuern gab es einen Zuwachs um 81,3 Prozent auf 109,3 Mio. Euro. Unterm Strich ist der Konzern-Periodenüberschuss (nach Minderheiten) bis Ende März von 44,9 Millionen auf 92,8 Mio. Euro geklettert. Ein Plus von 107 Prozent.

Die RI-Bilanzsumme hat Ende März mit 31,5 Mrd. Euro (plus 8,9 Prozent seit Ultimo) die 30-Milliarden-Marke übertroffen. Gegenüber dem Startquartal 2004 war sie um 48 Prozent höher. Bereinigt um 1,5 Milliarden Euro, die mit der im Vorjahr dazukommenen Bank in Albanien dazukamen, lag der Zuwachs bei 41 Prozent.

KMU-Kreditgeschäft wächst

Die Kundenkredite wuchsen um 8,8 Prozent auf 17,7 Mrd. Euro. Bei Firmenkunden boomt vor allem das Südosteuropa-Business, während das KMU-Kreditgeschäft in Zentral/Osteuropa am besten wächst. Trotz des Kreditanstiegs nahmen die Kreditrisikovorsorgen vergleichsweise leicht um 4,8 Prozent auf 28,5 Mio. Euro zu. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 6,2 Prozent auf 19,3 Mrd. Euro.

Um 47,9 Prozent auf 401,8 Mio. Euro angestiegen sind die Betriebserträge. Allein der Zinsüberschuss legte um 56,6 Prozent auf 258,7 Mio. Euro zu. Hauptgrund dafür war eine Zinsspannenverbesserung auf 3,45 Prozent. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 44,5 Prozent auf 240,9 Mio. Euro. Damit besserte sich auch die Kosten-Ertrags-Relation (Cost/Income-Ratio) von 63,5 auf 59,9 Prozent. Der Return on Eqiuty (RoE) nach Steuern stieg von 17,6 auf 20,3 Prozent.

Privat-Kunden-Zahl übersteigt 5 Millionen-Grenze

Erstmals wurde im Quartal bei der Zahl der Privatkunden in Zentral-Osteuropa die 5 Millionen-Marke genommen. Während man im Retailbanking erst vor einem Jahr in die Gewinne kam, trug die Sparte jetzt bereits ein Fünftel zum Gewinn bei.

In der Sparte Corporate Customers stieg der Vorsteuergewinn dank weniger Risikokosten um 19,6 Prozent auf 80,5 Mio. Euro. Es ist mit 60 Prozent Ergebnisanteil nach wie vor das größte und ertragreichste Feld der RI. Im Treasury gab es einen Zuwachs von 66,4 Prozent auf 37,6 Mio. Euro.

Mit den Daten von Jänner bis März schließe man nahtlos an die guten Zahlen von 2004 an. Laut Stepic liegt die Gruppe voll im Plan für das Gesamtjahr 2005. Für das volle Jahr gibt der Vorstand jetzt aber noch keine Detail-Vorschau.(APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.