Big Brother in US-amerikanischen Unternehmen

27. Mai 2005, 10:21
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Das Mitlesen von E-Mails kann zur Entlassung führen - Für die Überwachten

Die meisten US-amerikanischen Arbeitnehmer müssen damit rechnen, dass der Chef ihre E-Mails liest, ihre Telefonate aufzeichnet und genau verfolgt, wie viel Zeit sie auf welchen Sites im Internet verbringen. Dies ergab eine Studie über elektronische Überwachung, die von der American Management Association und dem ePolicy Institute durchgeführt wurde. Demnach gaben 51 Prozent der befragten Unternehmen an, ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu filmen. 76 Prozent speichern und überprüfen die Websites, welche von Mitarbeitern besucht werden.

Einsatz

Die verwendeten Überwachungsmethoden sind unterschiedlich. So speichern 50 Prozent der Firmen die Dateien der Mitarbeiter und überprüfen diese nachträglich. 36 Prozent der Firmen verfolgen den Inhalt von Websites und messen die Anschläge auf der Tastatur und die Zeit, die täglich vor dem Computer verbracht wird. 55 Prozent der Unternehmen speichern die E-Mails der Mitarbeiter, um sie nachträglich noch einmal durchzulesen. Außerdem zeichnen 19 Prozent der US-amerikanischen Firmen die Telefongespräche der Angestellten auf. Immerhin fünf Prozent der befragten Firmen nutzten GPRS, um den Aufenthaltsort ihrer Mitarbeiter über das Handy genau bestimmen zu können.

Keine Informationen

Nicht alle Mitarbeiter sind über die Beobachtung durch die Chefetage informiert. So gaben 80 Prozent der Firmen an, dass sie ihre Angestellten über die Aufzeichnung von Inhalten informieren. 82 Prozent der Unternehmen, welche die Dateien der Mitarbeiter speichern und überprüfen, informieren diese auch darüber. 86 Prozent der Mitarbeiter, deren E-Mails mitgelesen werden, wissen darüber Bescheid.

Rauswurf

Die Überwachung der Mitarbeiter führte bei 26 Prozent der Unternehmen zu Entlassungen von Angestellten, die das Internet für private Zwecke missbrauchten. 25 Prozent der Firmen gaben an, Mitarbeiter auf Grund von missbräuchlichem Umgang mit E-Mails entlassen zu haben. Sechs Prozent der befragten Unternehmen schließlich entließen Mitarbeiter, weil sie zu viel telefonierten. (pte)

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