Massachusetts hob rassistisches Gesetz von 1675 auf

24. Mai 2005, 11:29
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Indianern war der Zutritt zur Stadt Boston untersagt - Journalisten erzwangen Annullierung

Boston - Der US-Staat Massachusetts hat am Donnerstag ein Gesetz aus dem Jahr 1675 aufgehoben, das Indianern den Zutritt zu der Stadt Boston untersagte. Angewandt wurde das Gesetz schon lange nicht mehr. Dennoch hatten sich die Ethnien in der Region jahrelang vergeblich um eine Annullierung des Gesetzes bemüht.

Die plötzliche Handlungsbereitschaft des Parlaments ist darauf zurückzuführen, dass ein großer Journalistenverband die Abhaltung einer Konferenz in Boston von der Abschaffung des Gesetzes abhängig machte. Der Verband "Unity: Journalists of Color" plant im Jahr 2008 eine viertägige Konferenz, die der Stadt Boston schätzungsweise 4,5 Millionen Dollar einbringen würde. Die Aufhebung des Gesetzes muss noch vom Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, abgezeichnet werden. (APA/AP)

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