Rice: Iran "nicht immun gegenüber großen Veränderungen"

22. Mai 2005, 20:01
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US-Außenministerin fordert vom Iran Stabilisierung der Nahost-Region

Washington - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat den Iran zu stärkerer regionalpolitischer Verantwortung im Nahen Osten und Zentralasien aufgefordert. Die US-Regierung hoffe, dass Teheran ein "stabilisierenderes Verhalten" an den Tag lege, sagte Rice am Donnerstagabend (Ortszeit) nach einem Treffen mit ihrem kuwaitischen Kollegen Scheich Mohammed el Sabah in Washington.

Die Iraner sollten sich außerdem nicht als "immun gegenüber großen Veränderungen" betrachten, die derzeit in der Region vorgingen. Rice wiederholte die bekannten Vorwürfe der US-Regierung zum iranischen Atomprogramm und bezeichnete den Iran abermals als "staatlichen Förderer von Terrorismus".

US-Außenstaatssekretär Nicholas Burns sagte unterdessen dem Außenausschuss des US-Senats, Washington erwarte vom Iran, dass er bei der Stabilisierung des Nachbarn Irak helfe. Die US-Regierung vermute aber, dass Teheran keine "produktive Rolle" seit der Wahl der neuen irakischen Regierung spiele. Der Iran bemühe sich zu wenig um ein stabiles multiethnisches Gefüge im Irak, fügte Burns hinzu. (APA)

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