"Man kann nicht immer gewinnen"

20. Mai 2005, 10:23
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Global Kryner-Mastermind Spörk: "Unsere Stärke ist das Live-Konzert. Fernsehen ist definitiv etwas anderes."

Kiew - "Es ist ein Spiel. Man kann nicht immer gewinnen." Gefasst reagierte Global Kryner-Mastermind Christof Spörk unmittelbar nach Bekanntgabe des Halbfinalergebnisses im Gespräch mit der APA auf das Ausscheiden der österreichischen Gruppe. Er musste allerdings zugeben: "Die Überraschung bei uns ist doch sehr groß." Mit Israel, Dänemark und Norwegen hätten nur drei jener Vertreter den Final-Aufstieg geschafft, die unter den Musikern favorisiert worden wären.

Auch Global Kryner wäre in Kiew bei einem Live-Auftritt sehr positiv aufgenommen worden, erzählte Spörk und analysierte: "Unsere Stärke ist das Live-Konzert. Fernsehen ist definitiv etwas anderes." Die Frage, ob mit der Mischung aus Folklore und Salsa, regionaler und internationaler Musik das falsche Konzept verfolgt worden sei, stelle sich eher für den ORF als für die Band, meinte der Klarinettist und Mitbegründer der Gruppe: "Unser Konzept macht die Band aus. Und unser Konzept hat bisher Erfolg gehabt. Aber dieses Konzept ist medial über den Fernseher vermutlich in drei Minuten nicht transportierbar."

"Unser Vorteil ist, dass wir bis Ende des Jahres sowieso einen sehr vollen Terminkalender haben, das wird also nicht das große Problem sein", meinte Spörk. "Vielleicht wird es in Österreich einen kleinen Dämpfer geben, und manche, die es schon immer gewusst haben, werden sich jetzt zu Wort melden. Aber so ist es eben, wenn man sich exponiert. Man muss auch verlieren können."

Die Teilnehmer, die heute beim 50. Song Contest mit Top Ten Platzierungen ihren Finalplatz für Samstag ergatterten, sind Moldawien (Zdob si Zdub mit "Boonika Bate Toba"), Lettland (Walter & Kazha mit "The War Is Not Over"), Israel (Shiri Maimon mit "The Silence that Remains"), Norwegen (Wig Wam mit "In My Dreams"), Rumänien (Luminita Anghel & Sistem mit "Let Me Try"), Ungarn (NOX mit "Forogj világ"), Mazedonien (Martin Vucic mit "Make My Day"), Schweiz (Vanilla Ninja mit "Cool Vibes"), Kroatien (Boris Novkovic feat. Lado members mit "Vukovi umiri sami") und Dänemark (Jacob Sveistrup mit "Talking to You"). (APA)

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