Premier Jaafari bei türkischem Regierungschef Erdogan

20. Mai 2005, 16:04
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Ankara fordert irakisches Vorgehen gegen PKK

Ankara - Der irakische Ministerpräsident Ibrahim al-Jaafari ist am Freitag auf seiner ersten Auslandsreise seit seiner Amtsübernahme Anfang Mai mit seinem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs sollte eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen stehen. Es wurde erwartet, dass Erdogan auch die Sorge der Türkei vor einem Übergreifen der Gewalt aus dem Irak zur Sprache bringen würde.

Zum Auftakt seiner Reise besuchte Jaafari das Mausoleum des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Der irakische Regierungschef war am Donnerstagabend in Begleitung von fünf Ministern in Ankara eingetroffen. Er erklärte bei seiner Ankunft, der Irak und die Türkei hätten gemeinsame Interessen: "Öl, Wasser, Energie". Es ist der zweite Besuch Jaafaris in der Türkei in diesem Jahr. Zuletzt besuchte der irakische Politiker das Land im Jänner, damals noch als Vizepräsident des Übergangs-Präsidiums.

Irritiert ist die türkische Regierung besonders durch die Präsenz der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) im Nordirak. Ankara konnte bisher die amerikanische Besatzungsmacht im Nachbarland nicht zu Militäraktionen gegen die PKK bewegen. Die türkische Armee startete Ende März die größte Militäraktion gegen die PKK seit fünf Jahren. (APA/AP)

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