Die Kryner ist geplatzt

20. Mai 2005, 18:20
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... und der Kessel von Kiew brodelt ohne Österreich weiter - die Entscheidungen im Semifinale sind gefallen

Kiew - Österreich ist aus dem Rennen: Im Halbfinale des 50. Eurovision Song Contest in Kiew war für "Global.Kryner" Endstation. Die Gruppe kam mit dem Song "Y Asi" unter den 25 bei dieser Vorausscheidung angetretenen Gruppen nicht unter die Top Ten und qualifizierte sich damit nicht für die Teilnahme am samstägigen Finale.

Ihren Finalplatz sicherten sich dagegen Ungarn, Rumänien, Norwegen, Moldawien, Israel, Dänemark, Mazedonien, Kroatien, die Schweiz und Lettland. Zusammen mit Österreich schieden aus: Litauen, Portugal, Monaco, Weißrussland, Niederlande, Island, Belgien, Estland, Finnland, Andorra, Bulgarien, Irland, Slowenien und Polen.

Erste Reaktion von Global.Kryner

"Es ist ein Spiel. Man kann nicht immer gewinnen." Gefasst reagierte Global Kryner-Mastermind Christof Spörk unmittelbar nach Bekanntgabe des Halbfinalergebnisses auf das Ausscheiden der österreichischen Gruppe. Er musste allerdings zugeben: "Die Überraschung bei uns ist doch sehr groß." Mit Israel, Dänemark und Norwegen hätten nur drei jener Vertreter den Final-Aufstieg geschafft, die unter den Musikern favorisiert worden wären.

Auch Global Kryner wäre in Kiew bei einem Live-Auftritt sehr positiv aufgenommen worden, erzählte Spörk und meinte: "Unsere Stärke ist das Live-Konzert. Fernsehen ist definitiv etwas anderes." Die Frage, ob mit der Mischung aus Folklore und Salsa, regionaler und internationaler Musik das falsche Konzept verfolgt worden sei, stelle sich eher für den ORF als für die Band, meinte der Klarinettist und Mitbegründer der Gruppe: "Unser Konzept macht die Band aus. Und unser Konzept hat bisher Erfolg gehabt. Aber dieses Konzept ist medial über den Fernseher vermutlich in drei Minuten nicht transportierbar."

Europa endlos

Bei der fünfzigsten Auflage des traditionellen Songwettbewerbs wollte die Rekordzahl von 39 Ländern dabei sein - zunächst sogar 40, bis der Libanon aus politischen Gründen dann doch noch auf eine Teilnahme verzichtete. Qualifiziert für das Finale am 21. Mai in Kiew waren nur die Ukraine als Siegerin des Vorjahres, die vier großen EBU -Beitragszahler Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien als gesetzte Teilnehmer sowie die weiteren neun Bestplatzierten des Vorjahres.

Die 25 anderen Bewerber - darunter Österreich mit "Global.Kryner" - sangen heute um die verbleibenden zehn Startplätze. Die einzelnen Länderwertungen - in den meisten Ländern entschieden die TV-Zuschauer per Telefon- und SMS-Abstimmung, welcher Titel wie viele Punkte bekommt - wurden ebenso wenig bekannt gegeben wie die End-Reihung, um den Ausgang des Finales nicht zu beeinflussen.

Eine ausführliche kommentierte Nachlese zum Semifinale wird es an dieser Stelle ab Freitagabend geben.(APA/red)

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