Ausschreitungen in der Athener Innenstadt

24. Mai 2005, 12:21
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Stundenlange Krawalle nach Demo gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus - Polizei setzt Tränengas ein

Athen - Im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen haben sich in der Nacht auf Freitag Demonstranten stundenlang Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Rund 500 Mitglieder linker und anarchistischer Gruppierungen warfen Molotow-Cocktails auf Schaufenster von Geschäften und Bankfilialen sowie gegen Polizeibeamte. Wie das griechische Fernsehen zeigte, setzten die Sicherheitskräfte massiv Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Randalierer auseinander zu treiben. Die Krawalle zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Mehr als 100 Menschen wurden vorübergehend festgenommen, teilte die Polizei mit.

Die Randalierer hatten sich zuvor aus einer Demonstration gelöst, bei der rund 1500 Menschen gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus demonstriert hatten. Während der Ausschreitungen brach der Verkehr im Zentrum Athens zusammen. Mindestens 15 Autos und Dutzende von Schaufenstern wurden zerstört. Die Feuerwehr musste immer wieder zum Einsatz kommen, um Brände zu löschen. Die Lage beruhigte sich erst am frühen Freitagmorgen.(red/APA/dpa)

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