Textilstreit mit China zwischen Brüssel und Peking verschärft sich

19. Mai 2005, 19:38
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EU droht mit weiteren Importbeschränkungen - Peking mit WTO

Brüssel/Peking - Der Streit der EU und der USA mit China um billige Textilimporte hat sich weiter verschärft. Die EU-Kommission drohte am Donnerstag in Brüssel damit, die angedrohten Importbeschränkungen für T-Shirts und Leinengarn auf andere Produktkategorien auszuweiten.

Zuvor hatte bereits das US-Handelsministerium seine Gangart gegen die chinesischen Importe verschärft. Vier weitere Kategorien von Textilien aus der Volksrepublik China unterliegen demnach einer Importquote. Damit erhöht sich die Zahl der betroffenen Produktgruppen auf insgesamt sieben.

China stellte jedoch klar, es werde den Forderungen aus der EU und den USA nach einer Verringerung seiner Textillieferungen nicht nachkommen. Das chinesische Handelsministerium in Peking erklärte am Donnerstag, China habe mit dem WTO-Beitritt das Recht auf freien Handel mit Textilen erworben und denke nicht daran, seine Textilproduktion einzuschränken. Wenn nötig, werde China in dem Streit vor die WTO ziehen. (APA/AFP)

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