Fischer: "Krise weiterhin besorgniserregend"

26. Mai 2005, 16:25
posten

Deutscher Außenminister fordert rasche und unabhängige Untersuchung in Andischan

Berlin/Wien - Der deutsche Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat eine rasche, unabhängige und transparente Untersuchung der Berichte über eine hohe Zahl von Toten in der usbekischen Stadt Andischan gefordert. Dabei sollten internationale Organisationen, insbesondere die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und die Vereinten Nationen einbezogen werden, erklärte Fischer am Donnerstag in Berlin.

Der ungehinderte Zugang von Hilfsorganisationen wie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz müsse sichergestellt werden. Nach Angaben der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte (IHF) und der Menschenrechtsgesellschaft Usbekistans kamen bei den Unruhen in Usbekistan bis zu tausend Menschen ums Leben.

Fischer bewertete die Krise in Usbekistan als "weiterhin besorgniserregend". Die ausländischen Diplomaten, die am Mittwoch nach Andischan hätten reisen können, hätten keine Gelegenheit gehabt, sich ein umfassendes eigenes Bild zu machen, kritisierte der Außenminister. Unter den Diplomaten vor Ort war demnach auch der deutsche Botschafter in Taschkent, Hans-Joachim Kiderlen. (APA/AFP)

Share if you care.