Opposition fordert Neuwahlen in 27 Wahlkreisen

28. Mai 2005, 17:40
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Wahlbeobachter besorgt wegen langsamer Stimmenauszählung

Addis Abeba - Vier Tage nach der Parlamentswahl in Äthiopien hat die Opposition Neuwahlen in mindestens 27 Wahlkreisen gefordert. Diese Zahl könne noch steigen, sagte der Vorsitzende des Oppositionsbündnisses Koalition für Einheit und Demokratie (CUD), Hailu Shawel, am Donnerstag. In 84 Wahlkreisen habe es "ernste Probleme" gegeben, fügte sein Stellvertreter Berhanu Nega hinzu.

Dort müsse neu gewählt oder die Stimmen neu ausgezählt werden. Ansonsten werde die CUD vor Gericht gehen. Die entsprechende Liste sei der Wahlkommission vorgelegt worden. Diese sollte am Samstag das vorläufige Endergebnis bekannt geben.

In den 84 genannten Wahlkreisen sei die Stimmenauszählung gestoppt worden oder würden die Menschen eingeschüchtert und bedroht. In ländlichen Gebieten stehle die Regierung Stimmen, ohne dafür bestraft zu werden. Auch internationale Wahlbeobachter äußerten sich besorgt werden der langsamen Auszählung der Stimmen.

Die seit 1991 regierende Äthiopische Demokratische Revolutionäre Volksfront (EPRDF) wies die Anschuldigungen zurück. Die Partei hatte am Montag ihren Wahlsieg verkündet. (APA/AFP)

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