Klar Schiff für Hubert Gorbach

20. Mai 2005, 17:23
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Das Imperium von Walter Klaus drängt in den Sommertourismus

Wien/Bregenz – "Derzeit sind alle Stellen besetzt." Wer sich auf der Website der Silvretta- Nova-Gruppe über Vizekanzler Hubert Gorbachs (BZÖ) potenziellen künftigen Arbeitgeber informieren möchte, findet in den zum Unternehmen gehörenden Arbeitsfeldern "Gastronomie" und "Bergbahnen" keine offenen Jobangebote. Bliebe nur noch eine Bewerbung im Silvretta-Nova-Hotel; für Infrastrukturminister Gorbach aber ohnehin keine realistische Joboption.

Dufreund und Firmeninhaber Walter Klaus, Herr über Skigebiete, Hotel- und Gastronomiebetriebe in Vorarlberg und Südtirol, hat für Hubert Gorbach eine ganz andere Funktion vorgesehen: jene seiner "rechten Hand". Des Verkehrsministers Betätigungsfeld wäre damit breit gestreut, die Eckdaten des Klaus-Imperiums klingen viel versprechend.

Allein die 250 Mitarbeiter im Skiliftbereich des Touristikunternehmens erwirtschafteten mit dem Betrieb von insgesamt 27 Liftanlagen im Jahr 2004 einen Umsatz von rund 26 Millionen Euro. Künftig will der 71-jährige Konzernchef auch ins Schifffahrtswesen einsteigen. Deshalb hat Klaus bereits im vergangenen Jahr sein Interesse an der Bodenseeschifffahrt angemeldet, Spekulationen über eventuelle Vergabebegünstigungen durch seine private Verbindung mit Gorbach weist er? zurück.

Begonnen hat Walter Klaus mit einer Baugruppe in Süddeutschland, die er in der Zwischenzeit bereits an seinen Sohn abgegeben hat. Vor 51 Jahren als Tourist ins Montafon gekommen, verhalf Klaus der Region in den da^rauf folgenden Jahren zum Skigebiet-Status. Im Südtiroler Sulden errichtete er die bislang weltweit größte Seilbahn mit einer Kapazität von 440 Personen. (kmo/DER STANDARD, Printausgabe, 20.5.2005)

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