"Denkende Toilette" soll noch heuer in Serie gehen

25. Mai 2005, 21:08
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"Friendly Rest Room" passt sich automatisch an unterschiedliche Bedürfnisse an - Test in Multiple Sklerose-Zentrum erfolgreich

Wien - Mit "intelligenten Toiletten" wollen Experten der Forschungsgruppe für Rehabilitationstechnik (fortec) der Technischen Universität Wien behinderten Menschen das tägliche Leben erleichtern. Im Rahmen eines EU-Projekts wurde in Zusammenarbeit von über zehn internationalen Forscherteams ein "Friendly Rest Room" entwickelt, das sich automatisch an die unterschiedlichen Bedürfnisse anpasst. Die am Donnerstag in Wien präsentierte Toilette soll noch heuer in Serie produziert werden.

Mittlerweile hat die Innovation auch einen Praxistest im Multiple Sklerose (MS) Tageszentrum der Caritas Sozialis in Wien überstanden. 35 Besucher und Pflegeexperten haben sich am Test beteiligt. "Menschen, die bis jetzt auf Unterstützung anderer beim Toilettengang angewiesen waren, entdeckten mit diesem Prototypen eine erhöhte Selbstständigkeit", berichtete Ramona Rosenthal, Leiterin des MS Tageszentrums.

Smart Cards für individuelle Bedürfnisse

Die "intelligente Toilette" soll mittels Daten auf "smart cards" oder Sprachsteuerung über die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Benutzers informiert werden. Schon beim Betreten der Toilette stellt sich diese automatische auf die optimale Höhe für jede Person ein, falls benötigt, schwenken Griffe und Haltestangen aus. Möchte etwa ein Rollstuhlfahrer die Toilette benutzen, kann sogar die Muschel zum Befahren der Toilette kurz weggeschwenkt werden und sich erst dann wieder in die nötige Position bewegen.

Für gebrechliche, alte Menschen kann ein höhenverstellbarer Toilettensitz sowohl beim Aufstehen, als auch beim Niedersetzen behilflich sein. Nach Gebrauch soll sich die Toilette vollautomatisch reinigen, für optimale Hygiene sorgen und wieder in einen unauffälligen Ruhezustand zurückfahren, in dem sie wie eine normale Toilette aussieht. (APA)

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