Zigaretten: Deutschland prüft Verbot gefährlicher Zusatzstoffe

21. Mai 2005, 19:05
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Philip Morris-Chef gegen ein generelles Verbot: Zigaretten würden auseinander fallen

Deutscher Philip Morris-Chef für Verbot gefährlicher Zusatzstoffe De Bruin aber gegen generelles Verbot von Zusatzstoffen

Hamburg (APA/dpa) - Der "Marlboro"-Hersteller Philip Morris befürwortet ein Verbot bestimmter gefährlicher Zusatzstoffe in Zigarettentabak. Der Deutschland-Chef des Konzerns, Gerrit de Bruin, sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir unterstützen, dass Ministerin (Renate) Künast weitere Untersuchungen in Auftrag geben will.

Wenn sich ergibt, dass ein Zusatzstoff die Gefahren des Rauchens erhöht, sollte er verboten werden." Der Geschäftsführer des Unternehmens betonte zugleich, dass alle Stoffe, die Philip Morris beimengt, "sorgfältig geprüft" würden. Die deutsche Regierung werde bereits seit Jahren über diese Stoffe informiert.

Zigaretten würden auseinander fallenp<> Der Top-Manager der Zigarettenindustrie sprach sich zugleich vehement gegen ein generelles Verbot von Zusatzstoffen aus: "Erstens würde jede Zigarette gleich und damit langweilig schmecken." Die Folge wäre, dass die meisten Marken kaputtgehen und vom Markt verschwinden würden, sagte de Bruin weiter "Zweitens macht Rauchen auch dann süchtig und verursacht schwere Krankheiten. Drittens würde die Zigarette auseinander fallen, weil auch in Papier, Filter und Leim Zusatzstoffe sind." Das von einigen Politikern geforderte Verkaufsverbot für Zigaretten bezeichnete de Bruin als "absurd". (APA)

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