Gorbach zu Jobwechsel: "Das wird alles sauber ablaufen"

20. Mai 2005, 17:23
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Vizekanzler gegen "künstliche Aufregung" - Infrastrukturminister will "rot-grün verhindern"

Wien - Vizekanzler Hubert Gorbach (B) hat sich gegen eine "künstliche Aufregung" im Zusammenhang mit der Debatte über seine Zukunft nach dem von ihm selbst angekündigten möglichen Wechsel in die Privatwirtschaft gewandt. In der "ZIB 2" des ORF am Mittwoch nannte Gorbach als sein Ziel, "rot-grün zu verhindern" und mit der BZÖ die "erfolgreiche Regierungsbeteiligung fortsetzen". Was Personaldebatten beim BZÖ betrifft, hofft Gorbach auf neue "Keyplayer".

Probleme mit einer Unvereinbarkeit, wenn er zum Touristik-Unternehmer Walter Klaus wechselt, sieht Gorbach nicht. "Das wird alles sauber ablaufen". Man werde ja mit "Argusaugen auf den künftigen wirtschaftlichen Partner, auf mich und was auch immer", sehen. "Da werden wir uns doch nichts leisten können. Ein bisschen dumm darf man schon sein, aber halten Sie mich nicht für so dumm", meinte der Vizekanzler.

"Wo ist da das Problem?"

Was einen möglichen Kauf der Bodenseeschiffahrt der ÖBB durch das Touristik-Unternehmen betrifft, sieht der Verkehrsminister ebenfalls keine Probleme. "Man soll in Österreich nicht so tun, als wäre es furchtbar, wenn jemand Kontakte hat." Er hoffe sogar, dass der Kauf gelinge, "das würde der Region gut tun". In so einem Fall werde er die Sache "selbstverständlich übertragen" an seinen Staatssekretär. "Wo ist da das Problem?".

Zum neuerlichen Sozialpartnergipfel über Arbeitsplätze befragt, sagte Gorbach, er wolle den Partnern mitteilen, was bisher umgesetzt worden sei. "1,6 Milliarden Euro fresh money wird zugeführt" und es könnten 15.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Zwischen Velden und Klagenfurt kündigte der Vizekanzler ein ppp-Modell gemeinsam mit der dortigen Hypo an, "das wird eine visionäre Geschichte". (APA)

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