Freiheitliche Studenten wollen ÖH entpolitisieren

18. Mai 2005, 19:05
posten

Wahlziel: Mandat in Bundesvertretung halten - Probleme in Linz und Klagenfurt wegen Spaltung - Spitzenkandidat Gernot Schandl

Wien - Für eine Entpolitisierung der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) tritt der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) bei den ÖH-Wahlen vom 31. Mai bis 2. Juni ein. Statt des bisherigen "Polit-Theaters der linken Fraktionen" müsse sich die ÖH wieder um studentische Themen kümmern, betonte RFS-Obmann Christoph Völk gegenüber der APA. Als Spitzenkandidat geht der 23-jährige WU-Student Gernot Schandl ins Rennen.

Konkret sollen die Serviceangebote ausgeweitet und die Beratung über tatsächlich studentische Themen intensiviert werden, verlangt Völk. Aufgabe der ÖH könne nicht die Beratung gesellschaftlicher Minderheiten sein: "Das ist nett gemeint, aber dafür gibt's kompetentere Stellen."

Als Wahlziel formuliert der RFS das Halten des Mandats in der Bundesvertretung. Außerdem will man an der Montanuni Leoben, wo der RFS unter dem Namen Liste Leobener Studenten 2003 ein Mandat in der Universitätsvertretung (UV) errang, stärker werden und den Wiedereinzug in die UVs der Uni Innsbruck, der Universität für Bodenkultur und der Veterinärmedizinischen Universität schaffen.

Insgesamt kandidiert der RFS an 13 Universitäten - nicht vertreten ist man an den sechs Kunstunis sowie den Universitäten Linz und Klagenfurt. In Klagenfurt deklarierten sich die bisherigen RFS-Vertreter als BZÖ-nah, und in Linz gehen sie - analog den oberösterreichischen Freiheitlichen - einen eigenständigen Weg. Das Mandat in der Bundesvertretung will der RFS über einen Listenverband sichern. (APA)

Share if you care.