Kärnten: Gefälschter BZÖ-Brief sorgt für Aufregung

23. Mai 2005, 19:21
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Landesgeschäftsführer Stromberger erstattet Betrugsanzeige bei der Staatsanwaltschaft

Klagenfurt - Ein Brief mit dem BZÖ-Briefkopf sorgte am Mittwoch bei den Kärntner Freiheitlichen für Aufregung. Das Schreiben trägt nach Angaben von Landesgeschäftsführer Manfred Stromberger eine kopierte Unterschrift von Landesparteiobmann Martin Strutz. "Ich habe bereits unsere Anwaltskanzlei beauftragt, die Betrugsanzeige bei der Staatsanwaltschaft einzubringen", sagte Stromberger gegenüber der APA.

Bis zum Nachmittag habe es eine ganze Reihe Meldungen von BZÖ-Funktionären hauptsächlich aus dem Raum Villach gegeben, die diesen ominösen Brief erhalten hätten, sagte Stromberger. In dem Schreiben heißt es unter anderem wörtlich: "Eine wesentliche Aufgabe für mich ist die Beobachtung von zerstörerischen Aktivitäten in den einzelnen Ortsgruppen, wobei Sie im Besonderen durch öffentliche Aussagen für die freiheitliche Partei hervorgetreten sind. Diese Vorgangsweise kann von uns nicht toleriert werden." Den Empfängern wird zudem mitgeteilt, dass es laut BZÖ-Statuten untersagt sei, in zwei Parteien zugleich Mitglied zu sein. Die Adressaten hätten es unterlassen, aus der freiheitlichen Partei auszutreten und müssten daher aus dem BZÖ ausgeschlossen werden.

Stromberger sprach von "miesen Betrugstätern, die durch Unterschriften- und Urkundenfälschung den Freiheitlichen in Kärnten bzw. dem BZÖ auf übelste Weise Schaden zufügen möchten". Er hoffe nun, dass jenen, die "mit diesen charakterlosen Methoden" Politik machen wollten, schnellstens das Handwerk gelegt werde. Der Landesgeschäftsführer wies zudem darauf hin, dass die Behauptung, eine Doppelmitgliedschaft sei verboten, unrichtig sei. "Jedes Mitglied der Freiheitlichen in Kärnten ist gleichzeitig Mitglied in unserer Dachorganisation Bündnis Zukunft Österreich." (APA)

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