Applied Materials kämpft mit Auftragsschwund

25. Mai 2005, 09:57
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Rückgang bei Umsatz und Gewinn - Weiter trübe Aussichten prognostiziert

Vor allem die anhaltend schlechte Auftragslage in der Halbleiterbranche hat bei dem kalifornischen Chipausrüster Applied Materials für kräftige Rückgänge bei Umsatz und Gewinn gesorgt. Der Nettogewinn schrumpfte im abgelaufenen zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 305 Mio. Dollar oder 0,18 Dollar pro Aktie. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um acht Prozent auf 1,86 Mrd. Dollar, teilte das Unternehmen in der Nacht auf heute, Mittwoch, mit. Einen wahren Einbruch musste Applied Materials bei den Auftragseingängen hinnehmen. Das Auftragsvolumen sank um 30 Prozent auf 1,55 Mrd. Dollar.

Marktanteil deutlich gesteigert

Der weltgrößte Hersteller von Wafer-Equipment für die Halbleiterindustrie konnte aber nach eigenen Angaben trotz der Rückgänge seinen Marktanteil deutlich steigern. Laut den Marktforschern von Gartner Dataquest konnte Applied Materials im Jahr 2004 gegenüber dem Vorjahr gut drei Prozentpunkte gut machen und hält einen weltweiten Marktanteil von 21,8 Prozent. "In einem Markt, in dem die Bedingungen gemischt bleiben, hat Applied Materials erneut eine gute Vorstellung geliefert", sagte CEO Mike Splinter (Bild). Laut Wall Street Journal (WSJ) blieb das Unternehmen im abgelaufenen Quartal sogar leicht über den Erwartungen der Analysten.

Trübe Ausblick

Der weiterhin trübe Ausblick überraschte die Analysten dagegen negativ. Für das laufende dritte Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 stellte Finanzchefin Nancy Handel einen Gewinnrückgang auf 0,12 bis 0,14 Dollar pro Aktie in Aussicht, berichtet das WSJ. Der Umsatz soll gegenüber dem Vorquartal um zehn bis 15 Prozent sinken. Auch beim Auftragseingang rechnet Applied Materials mit weiteren Rückgängen. Das Volumen bei den Neuaufträgen soll um weitere fünf bis zehn Prozent nachgeben. (pte)

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