Opposition bittet Weltgemeinschaft um Hilfe

20. Mai 2005, 17:34
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"Nicht zu spät für friedlichen Übergang"

Taschkent - Nach den Unruhen in Usbekistan hat die oppositionelle Partei der freien Landwirte die Weltgemeinschaft um Hilfe gebeten. Der Gewalteinsatz in der östlichen Stadt Andischan am vergangenen Freitag hätten gezeigt, dass die Regierung von Präsident Islam Karimow an der Macht festhalte und dabei "Terrorismus gegen ihre Bürger" unterstütze, sagte Oppositionsführerin Nigara Hidojatowa am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der usbekischen Hauptstadt Taschkent.

Karimow und seine Minister müssten zurücktreten, damit es zunächst eine Übergangsregierung mit "international anerkannten Oppositionsparteien" und binnen drei Monaten Neuwahlen geben könne. "Es ist für die internationale Gemeinschaft nicht zu spät, bei einem friedlichen Machtübergang zu helfen", sagte Hidojatowa.

Nach Angaben der Oppositionspartei starben mindestens 745 Menschen, als Soldaten am Freitag auf friedliche Demonstranten schossen. Die Regierung spricht dagegen von 169 Toten bei den Unruhen, die durch einen "grausamen Angriff" auf die Polizei ausgelöst worden seien. (APA)

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