Deutsche Fachpresse blickt positiv in die Zukunft

27. Mai 2005, 14:15
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Umsatz der Verlage im Vorjahr um 0,9 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro gesunken

Nach gesunkenen Umsätzen in den vergangenen Jahren hofft die deutsche Fachpresse auf eine Erholung der Branche. Die Fachpresse habe mehr als andere Mediengattungen für die Zukunft strukturelle Vorteile, sagte der Sprecher des Wirtschaftsverbandes Deutsche Fachpresse, Uwe Hoch, am Mittwoch bei einem Kongress in Wiesbaden. Der Umsatz der rund 550 im Verband organisierten Verlage ist nach eigenen Angaben im Vorjahr um 0,9 Prozent auf 1,78 Mrd. Euro gesunken, 2003 ging er um 4,8 Prozent auf 1,79 Mrd. Euro zurück.

"Fachpresse ist alterslos"

"Die Fachmedien werden eine gute Zukunft haben", prophezeite Hoch. Seiner Meinung nach hat die Branche gleich mehrere Vorteile, die sie von anderen Medien unterscheiden: Der Gesellschaftstrend der lebenslangen Weiterbildung sichere den Fachzeitschriften als Bildungspresse ein anhaltendes Kundeninteresse. "Fachpresse ist alterslos", nennt der Sprecher als weiteres Plus. Der demographische Wandel habe deshalb kaum eine Auswirkung, vom vermuteten längeren Einsatz der Menschen im Berufsleben profitierten die Fachzeitschriften sogar.

Hoch würdigte die Fachpublikationen als eine Mediengattung mit einem sehr hohen Anspruch und forderte die Verleger auf, weiter in Qualität zu investieren. "Man muss am Markt etwas riskieren", sagte der Sprecher. Ein Produkt könne sich nur weiter entwickeln, wenn man keine Angst vor gelegentlichen Flops habe.

Zweitägiger Kongress

Bei dem zweitägigen Kongress unter dem Motto "Portfolio 2010 - Umdenken in Fachverlagen" diskutieren rund 400 Teilnehmer und 40 Referenten über die Situation ihrer Branche. Vortragsthemen sind unter anderem Kundenbindung und neue Geschäftsfelder. Außerdem zeichnet der Verband die beste Fachzeitschrift des Jahres und den besten Fachjournalisten aus. Der Veranstalter Deutsche Fachpresse vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 550 Fachverlagen mit rund 3600 Titeln in Deutschland. Träger sind der Verband Deutscher Zeitschriftenverlage und die Arbeitsgemeinschaft Zeitschriftenverlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. (APA/dpa)

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