"Irgendwie sehen wir uns wieder"

24. Mai 2005, 20:38
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Nachspiel im Rechtsstreit um Drews-Schlager

Bielefeld - Im Rechtsstreit zwischen Schlagersänger Jürgen Drews und einer 52-jährigen Frau aus dem Ruhrgebiet haben sich die Fronten vertauscht. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat Anklage gegen die Frau aus Herne wegen versuchten Prozessbetrugs erhoben, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der Zeitung "Westfalen-Blatt".

Die Hausfrau hatte den 60-jährigen Sänger ("Ein Bett im Kornfeld") vergeblich auf Tantiemen verklagt. Sie hatte behauptet, einen Liedtext von Drews selbst geschrieben zu haben. Nun muss sie sich wahrscheinlich in einem Strafprozess verantworten.

Fragwürdige Quittung

Bei dem Zivilstreit vor einem Jahr war es um den Hit "Irgendwann, irgendwo, irgendwie sehen wir uns wieder" gegangen. Vor der Urheberrechtskammer des Landgerichts hatte die 52-Jährige darauf beharrt, Drews 1986 bei einem Solinger Disco-Auftritt gegen eine Quittung drei Songtexte gegeben zu haben. Darunter sei auch das Lied gewesen, mit dem Drews 1989 auf Platz zwei der deutschen Charts landete. Schnell war der Verdacht im Raum, dass die Klägerin Drews' Quittung ergänzt hatte. Die Richter hatten schließlich entschieden, dass die Frau ihr geistiges Eigentum nicht nachweisen konnte. (APA/dpa)

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