SPÖ-Bundesländer und Bauwirtschaft gegen Streichung der Steuerbegünstigungen

18. Mai 2005, 14:00
posten

Burgenlands Landeshauptmann: Grassers Pläne kontraproduktiv - Bauinnung: Vorschläge fördern Pfusch

Eisenstadt/Salzburg/Wien - Gegen die Pläne von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V), die Steuerbegünstigung für Wohnbauanleihen zu streichen, formierte sich am Mittwoch in den SPÖ-regierten Bundesländern und der Bauwirtschaft Widerstand.

Niessl: "Kontraproduktiv"

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (S) bezeichnete Grassers Vorschläge als kontraproduktiv. Dadurch würden zwar kurzfristig die Einnahmen des Bundes erhöht, aber der Wirtschaft Geld in Form von Investitionen entzogen.

"Was wir brauchen, ist nicht, steuerliche Vorteile zu streichen, sondern Anreize zu schaffen, damit Leute sinnvolle Investitionen im Bereich des Wohnbaus und der Sanierung machen", so Niessl

Blachfellner: "Begründung nicht akzeptabel"

In die gleiche Kerbe schlug der für Wohnbau zuständige Salzburger Landesrat Walter Blachfellner (S). Im Besondern ist für Blachfellner die Begründung für die Streichung "nicht akzeptabel".

Mit den Einsparungen durch den Wegfall der Begünstigung der Wohnbauanleihen beabsichtigt der Finanzminister, die steuerliche Erweiterung bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge zu finanzieren. "Ich lehne es ab, dass Wohnbauförderung und Zukunftsvorsorge gegeneinander ausgespielt werden," so Blachfellner.

"Pfusch wird gefördert"

Auch in der Bauwirtschaft regt sich Widerstand. In einer Aussendung protestierte der Bundesinnungsmeister der Baugewerbe Johannes Lahofer gegen die Pläne aus dem Finanzministerium. Dies würden nur dazu führen, dass Wohnen teurer würde - und in weiter Folge den Pfusch am Bau fördern, (ag/har)

Share if you care.