Lawaree: "Wir werden das schaffen"

31. Mai 2005, 20:47
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Rapid-Goalgetter Axel Lawaree ist sicher: das Double wandert nach Hütteldorf - zuletzt gelang dies unter Otto Baric

Wien - Am 26. Juni 1987 begab sich zum letzten Mal ein Double für Rapid. Ein hart erkämpfter 2:1-Heimerfolg über den Wiener Sportclub bescherte damals den Grün-Weißen unter Otto Baric die Meisterschale. Zuvor hatten die Hütteldorfer das Cupfinale gegen den FC Tirol 2:0 gewonnen. 18 Jahre danach steht in Hütteldorf die Wiederholung dieser Errungenschaft im Raum.

Das 4:1 gegen Cupholder GAK am Dienstag brachte die Mannschaft von Josef Hickersberger ins Endspiel, in dem sie am 1. Juni auf den Sieger der zweiten Halbfinal-Partie Austria Wien - FC Kärnten trifft. Stürmer Axel Lawaree versprach nach dem Finaleinzug: "Wir haben die Möglichkeit auf das Double und werden das schaffen."

Lob-Schlagabtausch in den Katakomben

Noch lange nach dem Schlusspfiff feierte der Großteil der 11.100 Fans ihr Team, das im Hanappi in der gesamten Saison kein einziges nationales Pflichtspiel verloren hatte. In den Katakomben saßen einstweilen die beiden befreundeten Chefs Hickersberger und Schachner, überhäuften einander bei der Pressekonferenz mit Komplimenten und waren sich auch in der Spielanalyse größtenteils einig. "Der Sieg von Rapid ist viel zu hoch ausgefallen", erklärten der alte und der neue Meistertrainer einhellig.

"Wenn eine Mannschaft im Hanappi-Stadion 0:2 zurück liegt und trotzdem noch daran glaubt, das Spiel umdrehen zu können, spricht das für hervorragende Arbeit und ausgezeichnete Einstellung beim GAK", streute Hicke generös Rosen. "Rapid verfügt über Offensivkräfte, die niemand in Österreich hat, auch nicht wir, als wir im Vorjahr Meister und Cupsieger wurden", konterte Schachner und fügte hinzu: "Das Jahr nach dem Titel ist immer das Schwerste, wenn man die Erfolge bestätigen muss. Das haben wir heuer erfahren."

Feiern schützt vor Siegen nicht

Dass der überragende Kapitän und zweifache Torschütze Hofmann und seine Kollegen die Meisterfeiern gut weggesteckt hatten, überraschte ihren Trainer nicht. "Über die Einstellung meiner Mannschaft lasse ich keine Zweifel aufkommen. Dass die Spieler am Sonntag gefeiert haben, dafür habe ich vollstes Verständnis. Ich war zwar nicht dabei, aber am nächsten Tag war der Zustand einiger nicht optimal." Hofmann pflichtete bei: "Wir haben zwar ordentlich gefeiert, uns aber gedacht: 'Jetzt können wir allen zeigen, dass wir wirkliche Männer sind." (APA/red)

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    Axel Lawaree: Verschwitzt, gefeiert, zuversichtlich.

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