Finanzminister wehrt sich: Eingriff in Privatsphäre ist "Sauerei"

31. Mai 2005, 17:33
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Im ORF-"Report" erklärte der Finanzminister: "Ich habe keines der Fotos gewollt"

Im ORF-"Report" erklärte Finanzminister Karl-Heinz Grasser gestern Abend der Eingriff in sein Privatleben sei eine "Sauerei". Die privaten Kuss-Fotos seien gegen seinen Willen gemacht worden. Sie seien ihm unangenehm und er habe keines der Fotos gewollt.

Grasser betonte dass auch ein Finanzminister das Recht auf Gefühle habe und auch ein Recht auf Wahrung seiner Privatsphäre hat.

Zu Spekulationen über einen vorzeitigen Wechsel in die Privatwirtschaft erklärte Grasser: "Ich will bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleiben."

Klage gegen Bilder am Flughafen

Eine Klage läuft bereits: Finanzminister Grasser klagte die Info-Illustrierte "News" wegen der Mitte März veröffentlichten Fotos, die ihn beim Zärtlichkeitsaustausch mit der Kristall-Erbin Fiona Swarovski am Pariser Flughafen Charles de Gaulle zeigten. Die Fotos seien ohne Wissen Grassers und seiner Begleiterin zu Stande gekommen, erklärte sein Anwalt.

Der Anwalt der Gegenseite hielt dem entgegen, dass zahlreiche österreichische Touristen und eine Schulklasse das Paar gesichtet und länger beobachtet hätten. Grasser habe nicht protestiert, als ein Schüler mit seinem Handy einen "Schnappschuss" machte und auch andere Personen zum Fotoapparat griffen. Im Gegenteil, Grasser habe sich sogar damit einverstanden gezeigt.

Grassers zeugenschaftliche Einvernahme wird in diesem Fall "unumgänglich". Der Minister wird am 8. Juni unter Wahrheitspflicht zum Zustandekommen der "Schmuse -Bilder" selbst aussagen müssen.(APA)

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