Das Auge isst mit

13. Juli 2006, 17:16
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Jedes Lebensmittel ist auch ein designtes Objekt. In FOOD DESIGN kann mehr über diesen Entstehungsprozess erfahren

Essen ist mehr als nur Kalorienzufuhr. Es ist Kulturgut und Ausdruck des persönlichen Lebensstils, voller Symbolik und Tradition. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Aussehen der Lebensmittel.

Deshalb wird der Gestaltung von Essen ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie der Zubereitung. Und gerade diesem Aspekt der Lebensmittel widmet sich das Buch FOOD DESIGN von Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter. Hinter allem Essbaren steckt lange Forschung und auch Design. Ob Süßigkeiten, Tiefkühlkost oder Würstel, alles wird in die richtige Form gebracht, ehe es zum Verkauf gelangt.

Und wie jedes andere Design folgt auch das Food-Design gewissen Moden und Trends. Essen als Zeitgeist-Phänomen, oder können Sie sich noch erinnern, wann Sie das letzte Mal ein in den siebziger Jahren überaus beliebtes Käse-Fondue gegessen haben.

In acht Kapitel erfährt man mehr über die wesentlichen Gestaltunsprämissen des Food-Designs, über die Symbolik, Haptik, Oberflächenbeschaffenheit und die Lust am Teilen. Oder wissen Sie warum ein Laib Brot in Scheiben, eine Torte, die von der Form her ähnlich ist, in Ecken geteilt wird.

Das Buch analysiert, welche Faktoren der Gestaltung von Essbarem zu Grunde liegen und warum Speisen gerade in dieser Form auf den Tisch kommen und nicht in einer anderen. Daneben finden Legenden und Mythen rund um althergebrachte Nahrungsmittel genauso Beachtung, wie die Entstehungsgeschichten von echten Klassikern. Denn Gugelhupf, Fischstäbchen und Toastschinken sind mehr als nur Lebensmittel - sie sind Errungenschaften des Designs. (red)

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