Kriminalisten müssen Koffer packen

19. Mai 2005, 08:50
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Ende 2007 wird es in Wien um 230 Kriminalbeamte weniger geben - Kriminalbeamte übersiedeln nach St. Pölten

Wien/St. Pölten - Ab Ende 2007 wird es in Wien um 230 Kriminalbeamte weniger geben. Ein sprunghafter Kriminalitätsanstieg ist dadurch aber eher nicht zu befürchten: Die Kriminalisten gehören nämlich zur niederösterreichischen Kriminalabteilung und werden nach St. Pölten beziehungsweise Mödling übersiedeln.

Derzeit sind die Beamten noch in der Rennwegkaserne in Wien untergebracht - und damit relativ weit weg von ihren Vorgesetzten. Denn die Sicherheitsdirektion und das Landesgendarmeriekommando zogen schon im Jahr 2003 in die niederösterreichische Landeshauptstadt um. Im Zuge der Exekutivreform wird das Landeskriminalamt nun folgen, wie Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) am Dienstag bekannt gab.

170 Kriminalbeamte werden künftig in St. Pölten Dienst versehen, für sie wird das Land ein eigens 15 Millionen Euro teures Gebäude errichten, das an das Innenministerium vermietet wird. Weitere 60 Beamte haben es nicht so weit, für sie werden in der ehemaligen Gendarmeriezentralschule in Mödling um 1,5 Millionen Euro Räume adaptiert. Die Verantwortlichen versprechen sich von den Übersiedelungen bessere Kommunikation der Behördenteile. (red,DER STANDARD Printausgabe 18.05.2005)

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    Ein sprunghafter Kriminalitätsanstieg ist durch die Umsiedlung der Beamten eher nicht zu befürchten

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