Bregenz droht Durchmarsch nach unten

29. Mai 2005, 17:27
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Dem Bundesligisten wurde auch in zweiter Instanz die Lizenz für die beiden höchsten Spielklassen verweigert - Präse Grill: "Man will uns nicht"

Wien - Sportlich steht SW Bregenz nach der 1:4-Niederlage beim neuen Meister Rapid am Samstag drei Runden vor Schluss der T-Mobile Fußball-Bundesliga als Absteiger quasi fest. Finanziell scheint es für die Vorarlberger, die immer noch ohne Hauptsponsor dastehen, noch schlimmer zu kommen: Das Protestkomitee der Bundesliga hat den Bregenzern auch in zweiter Instanz die Lizenz für die beiden höchsten Spielklassen verweigert. Sollte die bereits Ende April vom Senat 5 getroffene Entscheidung nicht noch bis Ende Mai vom Ständigen Neutralen Schiedsgericht revidiert werden, droht Bregenz der Abstieg in den Landesverband. Neue Beweismittel sind vor dem Neutralen Schiedsgericht, das bis Freitag angerufen werden muss, allerdings nicht mehr zulässig.

"Natürlich werden wir noch einmal Einspruch erheben. Wir haben noch diese Woche Zeit, einen neuen Hauptsponsor zu finden. Aber das ist bei uns derzeit sehr schwierig", erklärte Präsident Hans Grill. "Ich habe den Eindruck, dass Bregenz in der Bundesliga nicht erwünscht ist", ereiferte sich der Präsident. "Wir haben das doppelte Budget einiger Red Zac-Liga-Vereine, da kenne ich mich nicht mehr aus", so der 74-Jährige, der seinen Posten jederzeit zur Verfügung stellen würde.

"Wenn sich irgendjemand findet, wäre ich dazu gerne bereit. Aber im Moment kann ich meine Kollegen nicht im Stich lassen", sagte Grill. Bereits im März hatten die Casinos mitgeteilt, ihren bis Sommer laufenden Vertrag als Hauptsponsor nicht zu verlängern. Eine geplante Übernahme durch den Unternehmer Gerhard Ströhle scheiterte.

Neben den Bregenzern verweigerte die Bundesliga auch in zweiter Instanz den "Zweitligisten" SV Wörgl und SC Untersiebenbrunn die Spiellizenz für die Saison 2005/06. (APA)

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