LSF - "Die Idee ist das Allerwichtigste"

31. Mai 2005, 10:27
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Liberale denken Ganzjahresstudium und autonome ÖH vor

"Die Uni wird wieder:? liberal", geht es nach Martin Ehrenhauser, Spitzenkandidat des Liberalen StudentInnen Forums (LSF). Bei der ÖH- Wahl Ende Mai will er das Bundesmandat verteidigen und Stimmen gewinnen. "Unser Wahlziel ist es, mit unseren liberalen Ideen Stimmung zu verbreiten, auch unter den anderen Fraktionen", bekennt Ehrenhauser. Erster Punkt im LSF- Programm ist das ganzjährige Studium. Der erhoffte Effekt wäre eine bessere Auslastung der Infrastruktur und Lehrtätigkeit. Die frei planbare Studienzeit könnte individuell genutzt werden und somit ein saisonal bedingter Mangel an Praktikumsplätzen vermieden werden. "Bei manchen Studien sehe ich diese Idee als sehr realistisch an", ist Ehrenhauser überzeugt. Und: Studierendendarlehen sollen Löcher im bestehenden Stipendiensystem ? das der LSF als "durchaus gut" bewertet ? ausgleichen. Der Bankkredit müsse, im Gegensatz zu bestehenden Angeboten, für alle Studenten zugänglich sein. Als Bürge solle der Staat auftreten.

Die dritte Forderung ist eine autonome Hochschülerschaft mit Austrittsklausel, die ihr Wahlrecht selbst bestimmt. "Die ÖH soll eine unabhängige und professionelle Lobby von und für Studierende werden", verlangt der Vorsitzende. In der Bundes-ÖH würde er unabhängig von politischen Couleurs mit allen arbeiten, die ein liberales Profil akzeptieren. Sollten andere Fraktionen LSF-Punkte aufgreifen, wäre Ehrenhauser nicht überrascht. Schon dem Liberalen Forum sei dies passiert. Aber: "Die Idee ist das Allerwichtigste. Wenn diese umgesetzt wird, wenn auch nicht von uns, ist das wunderbar." (Georg Horvath, Tanja Traxler, DER STANDARD, Printausgabe, 18.5.2005)

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