Konsumentenschützer kritisieren Discount-Angebot der Deutschen Bahn

18. Mai 2005, 13:02
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Fahrkarten-Verkauf bei Lidl startet am Donnerstag - Angebot aber nicht für alle günstig

Berlin/Wien - Die deutsche Konsumentenschutzvereinigung Stiftung Warentest hat den Verkauf von Billig-Fahrkarten der Deutschen Bahn bei der Discounterkette Lidl kritisiert. Das Angebot - zwei deutschlandweit gültige Fahrkarten zum Preis von 49,90 Euro - rechne sich "längst nicht für jeden", warnte die Verbraucherschutzorganisation am Dienstag in Berlin.

Selbst auf längeren Strecken gebe es Möglichkeiten, billiger ans Ziel zu kommen. Außerdem seien an der Supermarktkasse kaum Preisvergleiche oder Kundenberatung möglich.

Überfüllte Züge

Die Stiftung verwies darauf, dass Schöner-Wochenende-Tickets, Ländertickets oder die Frühbucher-Preise der Deutschen Bahn vielfach billiger sein könnten. Außerdem sei zu befürchten, dass die Käufer von Billig-Tickets zu Hauptverkehrszeiten in übervollen Zügen mit Stehplätzen vorlieb nehmen müssten.

Der Verkauf der Fahrkarten in allen 2.600 deutschen Lidl-Filialen beginnt an diesem Donnerstag. Bei der Aktion sollen mehrere hunderttausend Karten verkauft werden, solange der Vorrat reicht. Die Tickets können dann bis zum 3. Oktober dieses Jahres genutzt werden.

Auch die ÖBB haben Ticket-Aktionen im Einzelhandel zuletzt nicht ausgeschlossen. Konkrete Pläne gibt es aber nicht. (APA)

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