Studie: Weblogs ersetzen Massenmedien nicht

27. Mai 2005, 10:20
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Blogger hatten kaum Einfluss auf US-Präsidentenwahl 2004

Politische Weblogs können zwar einen Einfluss auf die Politik ausüben, meist folgen die Blogger aber den gängigen Meinungen der herkömmlichen Massenmedien oder denen der Politiker. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Pew Internet & American Life Project (PIP), die in Zusammenarbeit mit Buzz Metrics entstand. "Wir können sagen, dass Blogger dem Mainstream ebenso oft folgen wie sie ihn kreieren", sagte Michael Cornfield, Analyst bei PIP.

Widerlegt

Die These, dass Weblogs mittlerweile zu Konkurrenten der herkömmlichen Massenmedien geworden sind, kann durch die Studie widerlegt werden. "Falls noch immer jemand glaubt, dass Blogger zu einer neuen fünften Gewalt im Staat avanciert sind, können wir ihm sagen, dass dies nicht der Fall ist", so Cornfield. Allerdings räumte er ein, dass Weblogs tatsächlich einen gewissen Einfluss auf die Meinung von Bürgern haben und dass sie zu einer bedeutenden Ergänzung im nationalen Diskurs geworden sind. "Die Massenmedien werden sie aber auf Dauer nicht ersetzen können", so Cornfield.

Untersuchung

Untersucht wurden einen Monat lang die Inhalte von Massenmedien, Blogs, öffentlichen Chaträumen und nationalen Kampagnen während des Wahlkampfes in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr. Ein wiederkehrendes Schema, das einen bedeutenden Einfluss der Weblogs indizieren würde, wurde dabei allerdings nicht entdeckt. (pte)

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