Rauch-Kallat präsentiert Themen für EU-Vorsitz

20. Mai 2005, 15:37
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Rauch-Kallat sprach vor WHO-Generalversammlung in Genf über Schwerpunkte der EU-Ratspräsidentschaft

Wien - Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) hat am Dienstag ihre Rede vor der Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf gehalten und dabei vor allem die Themenschwerpunkte der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr präsentiert. Dabei wird die Frauengesundheit auf der Basis des Frauengesundheitsberichtes 2005 neben geschlechterspezifischer Medizin und Diabetes eine besondere Rolle spielen.

Probleme der Frauengesundheit

Unter der österreichischen EU-Präsidentschaft werden u.a. Themen wie geschlechterspezifische Daten und Statistiken sowie neue Krankheitsmuster der Frauen wie Stress, Rauchen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen die durch eine veränderte Lebensweise begründet sind, erörtert, betonte Rauch-Kallat. Die Ministerin wies in ihrer Rede außerdem auf die hervorragende Schwangerschaftsbetreuung in Österreich hin. Auch die Säuglingssterblichkeitsraten in Österreich seien seit der Einführung des Mutter-Kind-Passes im Jahr 1974 rapide zurückgegangen.

Als ein breites Problem, das ebenfalls mit der Frauengesundheit eng zusammenhängt, sprach Rauch-Kallat die körperliche Gewalt gegenüber Frauen an. Vor allem unter Migrantinnen sei man immer wieder mit brutalen Praktiken wie zum Beispiel Zwangsehen, Genitalverstümmelung oder Sittlichkeitsdelikte konfrontiert.

Viele Heimatstaaten würden bereits eine Reihe von Initiativen ergreifen, um dieses Problem zu lösen. Auch Österreich möchte sich diesen Bemühungen anschließen und plant daher während der Präsidentschaft im kommenden Jahr eine Konferenz, die sich mit möglichen Maßnahmen beschäftigen soll, die gegen derartige Praktiken auf EU-Ebene ergriffen werden können. (APA)

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